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Schmöllner Delegation besuchte Partnerstadt in Lettland

Datum:

08.06.2010

Zukünftig besonderen Wert auf den kulturellen Austausch legen

v.r.n.l.: Dobeles Bürgermeister Andrejs Spridzans, die Schmöllner Stadtratsmitglieder Kathleen Scholz, Klaus Hübschmann und Sven Schrade.

Auf Einladung des Bürgermeisters der lettischen Partnerstadt  Dobele, Andrejs Spridzans, reisten in Vertretung der Bürgermeisterin Kathrin Lorenz der erste Beigeordnete der Stadt Schmölln Klaus Hübschmann sowie die Stadtratsmitglieder Kathleen Scholz und Sven Schrade vom 04.-06. Juni 2010 in die lettische Partnerstadt.Gemeinsam mit den Delegationen der weiteren Partnerstädte Dobeles, Akmene, Joniskis (beide Litauen), Westviru (Estland) und Konin (Polen) absolvierte man ein umfangreiches Kulturprogramm. Zu sehen war unter anderem der mit 40 Hektar größte Fliedergarten in ganz Europa, der sich in Dobele befindet und auf dessen Gebiet in einem Institut zur Optimierung von Ackerbaumethoden findet. Immerhin ist Lettland bekannt für den Export von Obst.

Am ersten Tag hatten die Schmöllner Gäste Gelegenheit mit Bürgermeister Spridzans sich bei einem Arbeitsgespräch über aktuelle Entwicklungen der beiden Partnerstädte auszutauschen. Besonders beeindruckt war Kathleen Scholz von den Entwicklungen im Wegebau. So konnten – auch mit Unterstützung der EU, in der Lettland seit 2004 Mitglied ist – erste Radwegprojekte realisiert werden und so ihren Teil zur Verbesserung der Infrastruktur beitragen. Spridzans verhehlte jedoch nicht, dass noch einiges auf den Weg zu bringen ist. So sind die Folgen der Gebietsreform im letzten Jahr noch zu beseitigen. Das Zusammenspiel zwischen Verwaltung und Wirtschaft der nun größeren Region müsse noch optimiert werden.Ähnlich wie Schmölln hat Dobele mit einer starken Abwanderung von Jugendlichen zu kämpfen. Auch in der lettischen Stadt sind die Schülerzahlen merklich rückläufig.Nichtsdestotrotz haben Dobele und die Region ein aktives kulturelles Vereinsleben zu bieten. Anlässlich des 140jährigen Bestehens des Chor- und Sängerfestes war etwa 3000 Chorsänger, Tänzer und Orchestervertreter aus angereist, um diesen Anlass zu feiern. Die Schmöllner Delegation zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der künstlerischen Darbietung und der Koordination. Immerhin mussten 109 Chöre und ein Dutzend Orchester in musikalischen Einklang gebracht werden, was fehlerfrei gelang.Lettlands Kulturminister Ints Dalderis würdigte das Ereignis als einen großen Tag für die Region, auf den Dobele stolz sein kann. Dabei ist das Sängerfest keine Eintagsfliege. Jedes Jahr organisiert die Stadt – wenn auch in kleinerer Form – ein Sängerfest, was in der Region seines gleichen sucht.

Die Schmöllner Stadtratsmitglieder waren sich schnell ein: Hier könnte der Keim für eine intensivere partnerschaftliche Beziehung beider Städte liegen. Sozialausschussvorsitzender Sven Schrade übergab hierfür dem Leiter des Orchesters von Dobele ein kleines Gastgeschenk des Schmöllner Klarinettenorchesters "Da Capo". Die aktuelle CD "Zeitreise" soll dem Dobeler Orchester einen ersten Eindruck vom Können des hiesigen Orchesters vermitteln. "Ein Traum wäre zukünftig einmal das gemeinsame Musizieren der Orchester aus Schmölln und Dobele. Schließlich ist die Musik eine internationale Sprache", äußerte Schrade den Wunsch nach einer Intensivierung der Städtepartnerschaft. "Beide Städte können von einem intensiveren, insbesondere kulturellen Austausch nur profitieren. Zu denken ist hier auch an eine Wiederbelebung des Schüleraustausches, den es bis vor kurzem noch gab. Denn Städtepartnerschaften sollten sich nicht nur auf die jährlichen Delegationsreisen von Stadtratsmitgliedern beschränken", ergänzt der erste Beigeordnete der Stadt Schmölln, Klaus Hübschmann.Scholz, Hübschmann und Schrade sind optimistisch, dass beide Städte zukünftig einen engeren kulturellen Austausch pflegen werden. Ein erster Schritt ist bereits getan. Zum Fest „20 Jahre Deutsche Einheit“ am 2. und 3. Oktober wurden der Bürgermeister und sein Stellvertreter nebst Partner der Stadt Dobele durch die Bürgermeisterin Kathrin Lorenz eingeladen. Zu dieser Feierlichkeit soll der überarbeitete Partnerschaftsvertrag infolge der Gebietsveränderung in Dobele unterzeichnet werden.

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