Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr tragen mit ihrem aktiven Dienst und ihrem Engagement zur Sicherheit und zum Schutz der Schmöllner Bevölkerung bei.

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt besteht aus insgesamt 10 Einsatzabteilungen: der Hauptwache in Schmölln und den Stadtfeuerwehren Großstöbnitz, Zschernitzsch, Nitzschka, Schloßig/ Nödenitzsch, Untschen, Altkirchen, Lumpzig, Drogen und Wildenbörten.

Den zukünftigen Nachwuchs fördern die bestehenden Jugendfeuerwehren in Schmölln, Großstöbnitz, Zschernitzsch und Altkirchen.

Aufgaben

Als nachgeordnete Einrichtung der Stadt übernimmt die Feuerwehr Schmölln alle gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben in den Bereichen

  • Brandbekämpfung
  • Allgemeine Hilfeleistung
  • Vorbeugender Brandschutz (wird nur teilweise und beratend von der Stadt Schmölln wahrgenommen)
  • Förderung der Selbsthilfe der Bürger
  • Katastrophenschutz (im Rahmen der Aufgabenzuweisung des Landkreises)

Stadtbrandmeister

Die Gesamtleitung der Stadt und somit auch der Feuerwehr obliegt dem Bürgermeister. Dieser kann die speziellen Aufgaben der Feuerwehr an einen sogenannten Erfüllungsgehilfen delegieren. Dieser Helfer wird in einer Stadt als Stadtbrandmeister bezeichnet.

Der Stadtbrandmeister hat die Aufgabe, den Bürgermeister in allen Fragen des Brandschutzes und der allgemeinen Hilfe zu beraten. Er übernimmt im Auftrag die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr. Er ist außerdem für die Ausbildung und den persönlichen Schutz der im Brand- und Hilfeleistungsfall eingesetzten Personen verantwortlich.

Stadtverwaltung Schmölln

Stadtbrandmeister

Mirko Kolz

Auflistung aller Wehren

Das Gebiet der Stadt Schmölln ist in unterschiedliche Ausrückebereiche unterteilt. Diese werden von unterschiedlichen Ortsteilfeuerwehren abgesichert. Die Feuerwehr der Stadt Schmölln ist eine anerkannte Stützpunktfeuerwehr und nimmt überörtliche Aufgaben wahr. Diese Aufgaben werden in erster Linie von der Stadtfeuerwehr Schmölln wahrgenommen.

Gemeinsam tragen alle Wehren die Bezeichnung "Freiwillige Feuerwehr Schmölln". Diese unterteilt sich in die Stadtfeuerwehr Schmölln und neun Ortsteilfeuerwehren in ihrem jeweiligen Ausrückebereich. Jede Wehr bildet eine eigenständige Abteilung, deren direkte Leitung die entsprechende Wehrführung, bestehend aus Wehrführer und stellvertretenden Wehrführer, übernimmt.

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Hauptwache

Jens Porzig (Wehrführer)

Sebastian Ahner (stellvertretender Wehrführer)

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Ortsteilfeuerwehr Altkirchen

Marco Bachmann (Wehrführer)

Andy Schade (stellvertretender Wehrführer)

  • Adresse: Mühlweg 1, 04626 Schmölln

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Ortsteilfeuerwehr Drogen

Robby Hanf (Wehrführer)

Hans Jürgen Glanz (stellvertretender Wehrführer)

  • Adresse: Am Sportplatz 1, 04626 Schmölln

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Ortsteilfeuerwehr Großstöbnitz

Holger Kresse (Wehrführer)

Gunther Thomas (stellvertretender Wehrführer)

  • Adresse: Straße der Einheit 18, 04626 Schmölln

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Ortsteilfeuerwehr Lumpzig

Falko Glanz (Wehrführer)

Lutz Geyer (stellvertretender Wehrführer)

  • Adresse: Lumpziger Straße, 04626 Schmölln

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Ortsteilfeuerwehr Nitzschka

Jens Kirste (Wehrführer)

Michael Schröter (stellvertretender Wehrführer)

  • Adresse: Am Teich 9a, 04626 Schmölln

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Ortsteilfeuerwehr Schloßig / Nödenitzsch

Ronald Kahnt (Wehrführer)

Bernd Niedringhaus (stellvertretender Wehrführer)

  • Adresse: Zum Bahndamm, 04626 Schmölln

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Ortsteilfeuerwehr Untschen

Tobias Schnelle  (Wehrführer)

Ronny Gäbler (stellvertretender Wehrführer)

  • Adresse: Bergstraße 13, 04626 Schmölln

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Ortsteilfeuerwehr Wildenbörten

Gerald Franke (Wehrführer)

Norbert Riedel (stellvertretender Wehrführer)

  • Adresse: Am Vereinshaus 4, 04626 Schmölln

Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln

Ortsteilfeuerwehr Zschernitzsch

Florian Markgraf (Wehrführer)

Rainer Fischer (stellvertretender Wehrführer)

  • Adresse: Am Wehr 80, 04626 Schmölln

Feuerwehrreport

Report Februar & März 2024

Nachdem im Januar stolze 31 Einsätze abgearbeitet wurden, waren es im Februar und März zum Glück nur 13 bzw. 14 Einsätze. Bereits in den ersten drei Tagen im Februar gab es fünf Alarmierungen. Neben einer Nottüröffnung am Donnerstagmorgen in Schmölln galt es am Folgetag gleich bei drei Einsätzen Hilfe zu leisten. Am Morgen ging es für den Rüstzug der Hauptwache zu einem überschlagenen PKW in Posterstein, der Einsatz konnte allerdings kurz vor Posterstein abgebrochen werden. Während der Jahreshauptversammlung der Altkirchner Wehr am Abend musste diese zu einer Tragehilfe für den Rettungsdienst ausrücken. Wenig später war die Hauptwache bei der Suche nach einem Jugendlichen in die Heimstätte alarmiert wurden. Nach kurzer Zeit konnte dieser glücklicherweise von der Polizei aufgefunden werden.

Einen Tag später kamen die Altkirchner Kräfte bei einem Heuballenbrand am Mehnaer Kreuz zum Einsatz.

In den darauffolgenden beiden Wochen blieb es bis auf eine Ölspur im Bereich Göhrenanger und eine Tragehilfe ruhig. Am Mittag des 24. ereilte die Meldung über einen brennenden LKW die Kräfte aus Großstöbnitz, Zschernitzsch und Schmölln. Bei Eintreffen der Kräfte an der Einsatzstelle in Zschernitzsch stellte sich die Lage glücklicherweise nicht so dramatisch dar wie angenommen. Lediglich eine Bremse war heißgelaufen. Der Einsatz konnte folglich zügig beendet werden.

Ein unbekanntes weißes Pulver rief am 26. ein Großgebot an Rettungskräften an der Schmöllner Regelschule auf den Plan. Neben den Kräften der Hauptwache mit Löschgruppenfahrzeug, Gerätewagen Gefahrgut, Einsatzleitwagen und Mannschaftstransportwagen kamen der Rettungsdienst, der organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Zugführer des Gefahrgutzuges sowie die Polizei zum Einsatz. Da nicht geklärt werden konnte, um welchen Stoff es sich handelte, sicherte ein Trupp in Chemikalienschutzanzug und Atemschutz die Stoffreste. Mit einer Stofflösung aus dem Chemiekabinett und dem telefonisch zugeschaltetem Fachberater Gefahrgut konnte der Stoff dann schließlich als unschädliche Stärke identifiziert werden. Nach rund vier Stunden war der Einsatz beendet. Am Mittwoch der gleichen Woche zwei Fehlalarme: Einmal wurde Öl auf einem Gewässer gemeldet, das andere Mal sollte eine Person in einer Maschine eingeklemmt sein. 

Bild: 1 - Gefahrguteinsatz an der Schmöllner Regelschule

Am darauffolgenden Tag unterstützten die Kräfte den Rettungsdienst bei einer Reanimation. 

Fast zur gleichen Zeit dann zwei Einsätze am folgenden Freitag. Um 12:46 Uhr wurde zunächst zu einer Hubschrauberlandung alarmiert. Nur drei Minuten später die nächste Alarmierung, diesmal zu einem Gartenlaubenbrand im Hainanger. Um beide Einsätze adäquat abzuarbeiten wurde die Ortsteilfeuerwehr Großstöbnitz nachalarmiert. Als die Einsatzkräfte am Hainanger eintrafen, brannte eine leerstehende Laube in voller Ausdehnung. Mehrere Trupps unter Atemschutz kamen zur Brandbekämpfung zum Einsatz. Nachlöscharbeiten erforderten unter anderem auch das Öffnen des Daches, um alle Glutnester zu erreichen. Durch Augenzeugen konnte eine Gruppe tatverdächtiger Jugendliche nur kurze Zeit später durch die Polizei aufgegriffen werden. Die Ermittlungen diesbezüglich wurden aufgenommen.

Bild: 2 - Brand einer Gartnelaube am Hainanger

Die folgende Woche startete mit einem Déjà-vu für die Einsatzkräfte. Erneut fand man ein unbekanntes Pulver an der Schmöllner Regelschule, erneut kam der Gefahrgutzug zum Einsatz. Um den Stoff zu identifizieren, forderte die Polizei einen Spezialisten des Landeskriminalamtes aus Erfurt an. Nachdem dieser eingetroffen war, konnte glücklicherweise schnell Entwarnung gegeben werden: Es handelte sich lediglich um ein Stoffgemisch aus verschiedenen Kochzutaten. Zu beiden Vorfällen hat die Polizei die Ermittlungen übernommen. Am gleichen Tag brannten zwei Baumstämme im Lohsenwald. Mittels Waldbrandrucksack konnten die Brände zügig gelöscht werden.

Der Rest der Woche blieb ruhig. Das Ende der darauffolgenden Woche brachte hingegen mehrere kleinere Einsätze. So gab es Freitag eine Nottüröffnung auf dem Beethovenplatz, einen Unfall in Nöbdenitz und einen entlaufenen Hund. Am Samstag mussten die Kräfte der Hauptwache zunächst bei einer Tragehilfe in Bohra unterstützten, ehe sie wenig später einen Ölfleck in der August-Bebel-Straße beseitigten. Kurz nach Mitternacht wurden auslaufende Flüssigkeiten nach einem Verkehrsunfall auf der Autobahn gebunden.

Am Nachmittag des 18. März kam es zu einem Garagenbrand in Selka. Bei Ankunft der Einsatzkräfte der Hauptwache hatten die Besitzer den Kleinbrand bereits zu größten Teilen gelöscht. Ein Trupp unter Atemschutz kam zum Einsatz, um Restlöscharbeiten durchzuführen. Nach rund einer Stunde konnte der Einsatz beendet werden. 

Eine längere Ölspur, verursacht durch einen Defekt an einer landwirtschaftlichen Maschine, brachte die Kräfte der Stadtwehr am folgenden Dienstag um ihre Mittagspause. Rund eine Stunde und drei Fahrzeuge waren nötig, um die Ölspur im Bereich Bohra zu beseitigen. 

Am Karfreitag führten die Jugendfeuerwehren Großstöbnitz, Schmölln und Zschernitzsch ihre traditionelle Radtour durch. Gemeinsam ging es bei durchwachsenem Wetter auf eine tolle Runde über Bohra, Burkersdorf und Schmölln nach Zschernitzsch. Dort hatte der Osterhase kleine Osternester versteckt. Nach der Suche stärkten sich alle noch mit leckerem Essen vom Grill, ehe man in die Osterfeiertage startete.

Bild 3 - Kurze Pause bei der Radtour der Jugendfeuerwehren am Karfreitag.

Einsatzstatistik Februar 2024

Allg. Technische Hilfe                                        3
Ölspur                                                                        1
Nottüröffnung                                                       1
Tragehilfe/Unterstützung RD                        3
Gefahrgut                                                                 2
Verkehrsunfall                                                        1
Brand klein                                                                2 

Einsatzstatistik März 2024

Ölspur/ausl. Flüssigkeiten nach VKU            4
Brand klein                                                                 2
Brand mittel                                                               1
Tragehilfe/Unterstützung RD                            2
Nottüröffnung                                                            1
Allg. Technische Hilfe                                             3
Gefahrgut                                                                      1

Bilder: Jonas Ehrentraut, Matthias Heinig, Julius Bubinger

Report Januar 2024

Neues Jahr, viele Einsätze. So ungefähr könnte man den Januar zusammenfassen. Bei Redaktionsschluss standen bereits 30 Einsätze auf dem Zähler – durchschnittlich als mehr als einer pro Tag. 

Den Anfang bildeten zwei brennende Müllhaufen mit Feuerwerks-Batterien in der Silvesternacht im Bereich Finkenweg. Mittels Schnellangriff konnten die Kleinbrände schnell bekämpft werden. 

Während man um kurz vor Mitternacht am 3. des Monats gerade mit dem Abprüfen eines Gasgeruchs in einem Wohnhaus fertig war, ereilte ein weiterer Alarm die Hauptwache: eingelaufene Brandmeldeanlage. Schnell konnte hier Entwarnung gegeben werden, ein technischer Defekt hatte die Anlage ausgelöst. Rund drei Stunden später das gleiche Spiel noch einmal, auch hier kein Eingreifen für die Feuerwehr notwendig. Am Vormittag des gleichen Tages sowie am Abend des Folgetages war die Hilfe der Feuerwehr jeweils bei einer Tragehilfe für den Rettungsdienst gefordert. Einsatzhäufung dann erneut am Freitag: Nach dem bei einer eingelaufenen Brandmeldeanlage in der Nacht keine Feststellung gemacht werden konnte, bestätigte sich eine unbekannte Rauchentwicklung am frühen Vormittag hingegen. Auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebes hatten sich Grünschnittabfälle entzündet. Neben dem Löschzug der Hauptwache war auch die Ortsteilwehr Nitzschka vor Ort. Der Betreiber übernahm im weiteren Verlauf die Einsatzstelle mit Spezialgerät, sodass die Einsatzkräfte herausgelöst werden konnten.

Am Mittag waren die Kameraden aus Altkirchen bei einer Nottüröffnung im Einsatz. In Hartha überschlug sich am darauffolgenden Mittwochmittag ein PKW. Die Feuerwehr Lumpzig sicherte die Einsatzstelle ab, der Fahrer konnte sich glücklicherweise selbst befreien und trug nur leichte Verletzungen davon. Weiterer Verkehrsunfall dann am Folgetag auf der L1361 am Abzweig Thonhausen. Hierbei kollidierten drei PKW, zwei Personen wurden verletzt. Neben der zuständigen Feuerwehr Thonhausen kam der Schmöllner Rüstzug (Einsatzleitwagen, Löschgruppenfahrzeug und Rüstwagen) zum Einsatz. Außer der Absicherung der Einsatzstelle gab es keinen Handlungsbedarf für die Kräfte aus der Knopfstadt. Die Thonhausner Kräfte banden ausgelaufene Flüssigkeiten und übernahmen im Anschluss die Einsatzstelle. Kurz vor Mitternacht ein erneuter Einlauf einer automatischen Brandmeldeanlage. Auch hier wieder kein Eingreifen der Feuerwehr nötig. 

Bild: Feuerwehr_Bild 1
Bildtitel: Bei einem Verkehrsunfall auf der L1361 sichern die Kameraden ein verunfalltes Fahrzeug.

Am folgenden Freitag war die Unterstützung des Rettungsdienstes zweimal notwendig. Gegen Mittag bei einem Kettensägenunfall in Burkersdorf und später dann bei einer Reanimation in der Lorentzstraße. Die Kameraden sind für eine umfangreiche Erstversorgung ausgebildet und können dadurch sowohl die Eintreffzeiten des Rettungsdienstes überbrücken als auch unterstützend tätig werden.

In der folgenden Woche ging es dann eher ruhig zu. Zwei Nottüröffnungen in Schmölln und Illsitz sowie ein festgefahrener LKW am Wasserturm waren die Einsätze. Am Sonntag wurde erneut die Manpower der Floriansjünger benötigt: Tragehilfe für den Rettungsdienst erst in Trebula, dann in Schmölln. Zusätzlich wurde in Schmölln die Landung eines Rettungshubschraubers abgesichert. 

Die neue Woche startete am Montag mit einer eingelaufenen Brandmeldeanlage. Grund dafür ein technischer Defekt an einer Maschine. Drei Einsätze am 23. des Monats: In der Nacht galt es einen Baum auf der Straße am Kellerberg zu beseitigen, am Mittag Anforderung der Drehleiter nach Zagwitz zur Personenrettung, am Abend Tragehilfe in der Brandstraße. 

Umgestürzte Bäume galt es am Freitagabend im Bereich Bohra zu beräumen. 

Anfang Januar konnten sich die Kameraden der Schmöllner Hauptwache über eine neue Einsatzbekleidung freuen. Rund 50 Garnituren, bestehend aus Jacke und Hose wurden geliefert. Bereits im letzten Jahr hatte die Firma BTL Brandschutztechnik Leipzig die Ausschreibung für sich entscheiden können. Die Wahl fiel auf die Firma Texport aus Österreich, welche bereits die letzte Generation Schutzkleidung der Schmöllner Wehr lieferte. Aus den guten Erfahrungen heraus entschied man sich guten Gewissens erneut für den österreichischen Ausstatter. Dieser lieferte das Model Fire Survivor Bear mit dem hauseigenen Oberstoff IB-TEX®. Dieser ist im Bereich der Jacke zweifarbig (anthrazit und gold) ausgeführt – ähnlich dem alten Model. Das Gewebe verbindet extrem hohe mechanische Werte mit einzigartiger Ästhetik. Der Grund dafür liegt in der innovativen Konstruktion: Statt durch Para-Aramid wird die Festigkeit des Gewebes durch die Einarbeitung von aromatischem Polyester erreicht. Zusätzlich bietet die neue Generation eine Vielzahl an zusätzlichen Taschen, welche individuell genutzt werden können, etwa für Knickkopflampen, Funkgeräte, Bandschlingen oder sonstige Ausrüstungsgegenstände.

Als weitere Neuerung findet sich ein spezielles Rettungsschlaufensystem, mit dem Kameraden im Notfall schnell gerettet werden können. 

Rund 70.000€ hat die Stadt Schmölln in die Beschaffung investiert. Nötig wurde die Ersatzbeschaffung aufgrund der hohen Einsatzfrequentierung und darausfolgender starker Belastung, welche der alten Generation aus 2012 mittlerweile deutlich zusetzte. Eine maximale Sicherheitswirkung war dadurch nicht mehr garantiert.

Bild: Feuerwehr_Bild 2
Bildtitel: Die neue Schutzbekleidung der Schmöllner Hauptwache.

Am letzten Januar-Samstag nahmen die Jugendfeuerwehren aus Schmölln und Altkirchen beim traditionellen Geländespiel in Gera teil. Bei bestem Wetter absolvierte man eine 10km lange Strecke um und durch Gera. An zehn Stationen waren Wissen und Können gefragt. Unter anderem waren das Saugschläuche kuppeln, Reanimation, Karte und Kompass oder Zielwerfen. Alle drei Mannschaften konnten sich über sehr gute 3. Plätze freuen.

Bild: Feuerwehr_Bild 3
Bildtitel: An der Station Karte und Kompass müssen unter anderem Entfernungen berechnet werden.

Einsatzstatistik Januar 2024

Allg. Technische Hilfe                                 8
Nottüröffnung                                                3
Tragehilfe/Unterstützung RD                 9
Eingelaufene BMA                                        5
Verkehrsunfall                                                2
Brand klein                                                       3

Report Dezember 2023

Mit 229 Einsätzen schlossen die Einsatzkräfte der Schmöllner Feuerwehren das Einsatzjahr 2023 ab. 29 Alarmierungen entfielen auf den Dezember. Noch am letzten Tag des Novembers schlugen vier Einsätze für die Hauptwache zu Buche. 

Aber zurück zum Dezember: Dieser startete am 3. des Monats mit einer Tragehilfe und einer Nottüröffnung für die Kernstadtwehr. 

Am 5. Dezember ein schwerer Einsatz die Kameraden auf der Autobahn. Um kurz nach 11 Uhr kam es an einer Tagesbaustelle auf der A4 kurz nach der Abfahrt Schmölln zu einem folgenschweren Unfall. Ein LKW kollidierte aus noch ungeklärter Ursache mit eben dieser Tagesbaustelle. Ein Bauarbeiter, ein anderer LKW mit Anhänger, welcher die Baustelle absicherte sowie ein Baustellenfahrzeug wurden dabei in den Unfall verwickelt. Aufgrund zahlreicher Notrufe, entschied man sich bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle umfangreiche Rettungsmittel nachzualarmieren. Neben den initial alarmierten Kräften der Hauptwache (Einsatzleitwagen, Löschgruppenfahrzeug, Rüstwagen) und der Johanniter Unfall-Hilfe (Rettungswagen, Notarzt) wurden zusätzlich zwei RTW, zwei Rettungshubschrauber, der organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Kreisbrandinspektor sowie die Feuerwehr Großstöbnitz mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug angefordert.

Bild 1: Mittels hydraulischem Spreizer befreien Kräfte einen verunfallten LKW-Fahrer

Bereits die Anfahrt zur Einsatzstelle gestaltete sich schwierig, da nur spärlich eine Rettungsgasse gebildet wurden war und LKWs bereits auf der Auffahrt zur Autobahn die Anfahrt behinderten. Vor Ort bot sich den Kräften ein großes Trümmerfeld. In der Anfangsphase unterstützten die Knopfstadtretter den Rettungsdienst bei der Versorgung der zum Teil schwerverletzten Personen. Alle beiden LKW-Fahrer befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch in ihren Fahrzeugen. Während der LKW-Fahrer des Absicherung-LKW ohne den Einsatz von technischem Gerät sein Fahrzeug verlassen konnte, musste für den Fahrer des anderen LKW erst mittels Spreizer die Fahrertür entfernt werden. Ein Bauarbeiter wurde bei dem Unfall schwerstverletzt und in ein Krankenhaus geflogen. Insgesamt waren zwei Rettungshubschrauber, ein Notarzteinsatzfahrzeug, drei Rettungswagen und vier Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz. 

Nach dem alle Verletzten versorgt und abtransportiert waren, unterstützten die Kräfte noch bei den Aufräumarbeiten. Diese wurden zeitnah durch einen privaten Dienstleister übernommen, sodass der Einsatz gegen 13 Uhr beendet werden konnte. Zur Unfallursache hat die Polizei umfangreiche Ermittlungen aufgenommen. 

In der gleichen Woche wurden noch zwei Ölspuren – auf der B7 und bei Lumpzig – abgearbeitet.

Arbeitsreicher Abend dann am 12. des Monats. Nach dem regulären Ausbildungsdienst ereilte eine Brandmeldung in der Gemeinschaftsunterkunft Bergstraße die Kräfte der Hauptwache sowie der Ortswehr Großstöbnitz. Glücklicherweise stellte sich diese als Fehlalarm heraus. Fast zeitgleich war die Ortswehr Wildenbörten bei einer Tragehilfe im Einsatz.

Um 22:42 Uhr ein erneuter Notruf. In einer Wohnung in der Neuen Straße sollte es zu einem Kohlenmonoxid-Austritt gekommen sein, eine Person gilt als vermisst. Mittels Brechwerkzeug verschafften sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zugang zur Wohnung. Ein Atemschutztrupp ging unverzüglich zur Menschensuche vor. Nach kurzer Zeit konnte eine Person gefunden und gerettet werden. Der Rettungsdienst übernahm den Patienten. Die Wohneinheit wurde anschließend belüftet und an die Polizei übergeben.

Bild 2: Mehrere Personen wurden durch die Wucht des Unfalls verletzt, das Trümmerfeld erstreckt sich über mehr als 100m

Auch in dieser Woche mussten noch insgesamt drei Ölspuren beseitigt werden, zwei in Altkirchen, eine in Untschen. Reichlich zutun dann in der Weihnachtswoche. Nach einer Nottüröffnung am Montag stand Mittwochnacht die Bahnunterführung in der Bachstraße unter Wasser. Einer Ölspur in Schmölln und einem Baum auf der Straße in Großbraunshain am Donnerstag folgte eine Nottüröffnung am Freitag in Burkersdorf. Am Samstag forderte ergiebiger Regen die Kräfte. Sieben Einsätze in Schmölln, Lohma und Großstöbnitz gliederten sich in einen vollgelaufenen Keller, das Ziehen der Wehre sowie dem Entfernen von Treibgut aus der Sprotte in Lohma, Schloßig und Großstöbnitz. In Lohma wurden außerdem Sandsäcke verbaut, um einzelne Gebäude vor der über die Ufer tretenden Sprotte zu schützen. Im Einsatz waren die Wehren aus Untschen und Schmölln bis spät in die Nacht. 

Am 27. mussten erneut zwei Ölspuren beseitigt werden, eine am Brauereiteich und eine im Bereich Autobahnauffahrt. Bei letzterer war dann allerdings kein Handeln seitens der Feuerwehr nötig. Und auch an Silvester waren die Einsatzkräfte gefragt. Gegen 21:17 Uhr brannte ein Baum in der Altenburger Straße. Vor Ort galt es dann lediglich eine Restablöschung durchzuführen. 

Um 2:30 Uhr brannten Reste von Feuerwerksbatterien in der Heimstätte. 

Einsatzstatistik Dezember 2023

Allg. Technische Hilfe/Wasser                                                    12
Nottüröffnung/Tragehilfe                                                              5
Eingelaufene BMA                                                                              1
Ölspur                                                                                                       8
Verkehrsunfall                                                                                      1
Gefahrstoff-Austritt                                                                          1         

Bilder: Björn Walther, Jonas Ehrentraut

Jonas Ehrentraut 
Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmölln