Es handelt sich bei dem Projekt ISDN um ein Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) - mit der Stadt Schmölln und der Universität Kassel als Partner. Für drei Jahre - bis zum Sommer 2024 - werden die Forschungspartner gemeinsam erkunden, wie es möglich ist, die "großen" Themen Klimaanpassung und Nachhaltigkeit sowie Daseinsvorsorge und demographischer Wandel in die alltäglichen Stadtentwicklungsprozesse einer Kleinstadt zu integrieren. Denn globale Herausforderungen brauchen bekanntermaßen lokale Lösungen. Das Projekt ist Teil der Fördermaßnahme "Kommunen innovativ" des BMBF, in dem ermöglicht wird, strukturschwachen Regionen und Kommunen Frei- und Experimentierräume für zukunftsfähige Lösungen zu eröffnen. Dabei geht es nicht nur darum, für Schmölln etwas zu erreichen (das natürlich auch), sondern auch, anhand Schmölln, Gößnitz und der (eingemeindeten) dörflichen Gemeinden herauszufinden, wie thüringische Kleinstädte besser agieren können.

1. Motivation

Das Projekte ISDN verknüpft die bisher oft alleinstehenden Herausforderungen der Daseinsvorsorge und der klimaangepassten Entwicklung. Hierfür wird das Instrument des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) weiterentwickelt. ISEKs gibt es seit ca. 20 Jahren, um mit städtebaulichen Strategien u.a. auf demographische Veränderungen zu reagieren. Ohne diesen Charakter zu verlieren, gilt es, damit zudem Nachhaltigkeit und Daseinsvorsorge kommunal zu steuern.

2. Ziele und Vorgehen

Zunächst werden anhand von 5 Netzwerken vor Ort die bestehenden Herausforderungen mithilfe von Interviews, Fallanalysen und städtebaulichen Bestandsaufnahmen analysiert: Stadt und Dorf als gleichberechtigte Komponenten von Heimat – Stadt der kurzen Wege in der Fläche – Gewerbeentwicklung im Einklang mit Flächensparzielen – Interkommunale und innovative Bildungslandschaft – Gesundheitsinfrastruktur als gemeindliche Aufgabe. Im zweiten Förderjahr sollen die gewonnenen Erkenntnisse in einem dezentralen Reallabor verarbeitet werden, welches in Form von Planspielen mit verschiedenen Akteuren und an verschiedenen Orten in Schmölln und Gößnitz stattfindet.

3. Erwartete Ergebnisse und Transfer

Auf kommunaler Ebene sollen konkrete wünschenswerte und realisierbare Projekte eruiert werden, die in die Fortschreibung der Stadtentwicklungskonzepte Schmölln und Gößnitz einfließen. Die Erkenntnisse werden außerdem in einem Handlungsleitfaden zusammengeführt, der auf unterschiedliche kommunale Entwicklungsprojekte übertragen werden kann. Mit dem Freistaat Thüringen wird eine Übertragbarkeit im Rahmen der Weiterentwicklung der Gemeindestruktur des Landes erörtert. Über die wissenschaftliche Ebene können die Methoden und Instrumente eines weiterentwickelten ISEK zudem in die nationale Stadtentwicklungspolitik des Bundes eingespeist werden.

Weitere Informationen zum Projekt ISDN finden Sie in unserem Projektblatt und im aktuellen Projektflyer.

Newsletter

Über unsere Newsletter zum informieren wir Sie regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten im Projekt ISDN.

Aktuelles und Veranstaltungen

Das dritte Projektjahr

Planspiele als Untersuchungsräume nutzen und Projektergebnisse dokumentieren

Das dritte Projektjahr stand bis Ende Februar 2024 ganz im Zeichen der Planspiele.  Anhand bewusst fiktiv erdachter Fälle wurden unterschiedliche Herangehensweisen zur Vereinfachung und Beschleunigung von Planungsverfahren kommunaler Projekte durchgespielt, so als bestehe eine tatsächliche Planungsabsicht. An den Planspielen nahmen daher die Akteurinnen und Akteure teil, die auch üblicherweise in den Planungsverfahren beteiligt sind. Im Mittelpunkt aller Planspiele stand der jeweilige Planungsprozess und die Frage: Was wäre, wenn die Kommune einen Bedarf hätte, beispielsweise an einer Radroute, der Umgestaltung eines Quartiers oder an einer Begegnungsstätte – könnte sie das einfach so planen? Die Methode Planspiel ermöglichte es dabei, bestimmte Regelungen bei der Beurteilung des Vorhabens nicht anzuwenden und entgegen gesetzlicher Vorschriften andere Zuständigkeiten festzulegen.

Im letzten Quartal des Projektzeitraums gilt es, die Ergebnisse aufzuarbeiten, zu dokumentieren und die ISDN – die integrierte Strategie zur Daseinsvorsorge und Nachhaltigkeit in ländlichen Räumen zu formulieren. Ein zweiter Band des Thüringen Reader soll ebenfalls in erscheinen und natürlich darf unser dreijähriges Projekt auch nicht ohne ein Abschlussevent zu Ende gehen. Alle engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreiter sollten sich den Termin schon einmal im Kalender vormerken: Montag, 10. Juni 2024 ab 18:00 Uhr in der Station Schmölln, dem kürzlich in neuem Glanz erstrahlten Bahnhofsgebäude.

Zu den Inhalten der einzelnen Planspiele:

Kommunale Verkehrswende vorantreiben! – Etablierung einer Radroute“

Die kommunale Verkehrswende vorantreiben - das ist ein Ziel, welches sich viele Kleinstädte setzen. Doch wie kann die Umsetzung gelingen? Welche Hürden treten in den Planungsprozessen auf und verhindern eine schnelle und unkomplizierte Umsetzung? Damit beschäftigte sich das Planspiel am 5. Dezember 2023. Per Videokonferenz kamen Akteure der Stadtverwaltung Schmölln und Gößnitz, des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL), des Landkreises Altenburger Land, der Polizei Altenburger Land und der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommune Schmölln (AGFS) zusammen, um gemeinsam das Thema des Radwegeausbaus durchzuspielen.

Etablierung der Radroute „Marktplatz Schmölln – Gewerbegebiet Crimmitschauer Straße“

Anhand der beispielhaften Radroute von der Kernstadt Schmölln in das nahgelegene Gewerbegebiet Crimmitschauer Straße wurde diskutiert, ob durch die Kombination verschiedener Einzelmaßnahmen lediglich ein Kommunikations-, Abwägungs- und Entscheidungsprozess für die Planung der Radroute notwendig ist.

Es zeigte sich, dass der Großteil der Maßnahmen (Ergänzung von Beschilderungen und Markierungen, Anbringung von Spiegeln, Entfernung von Sperrpfosten) mit geringem Planungsaufwand von der Kommune allein umgesetzt werden können. Eine Ausnahme bildet die Kreuzung der Landesstraße. Um eine sichere Querung mit dem Fahrrad zu ermöglichen, sind bauliche Veränderungen an der Landesstraße erforderlich, die nur mit einem klassischen, also aufwändigen Plangenehmigungsverfahren umgesetzt werden können. Eine Pop-up-Struktur, die temporär durch die Kommune in der angrenzenden Straße errichtet wird, kann hier als Übergangslösung helfen, die Zeitspanne bis zum Umbau der Landstraße zu überbrücken. Durch eine Selbstbindung der unterschiedlichen Verwaltungsstellen können so Maßnahmen und Abstimmungsprozesse systematisiert und zeitlich aufeinander abgestimmt werden.

Allerdings gibt es auch Einflussfaktoren, die sich auf den Umsetzungszeitraum auswirken. Die Inanspruchnahme von Fördermitteln, die Einplanung der Finanzierung im Haushalt und Ausschreibungsverfahren können die Umsetzung verzögern. Als Hemmnis in der Planung hat sich vor allem die politische Opportunität erwiesen. Durch frühzeitige Beteiligung und Einbindung der Politik in die Planung kann dem entgegengewirkt werden. Es zeigte sich aber auch, dass bei der Begründung von Maßnahmen Auslegungsspielräume bestehen. Durch eine Begründungsberatung übergeordneter Ebenen könnten Ablehnungen und Verzögerungen von Planungsprozessen vermieden werden.

Kommunale Verkehrswende vorantreiben! – Erörterung einer Städtebauförderkulisse für das Bahnhofsumfeld Gößnitz“

Die kommunale Verkehrswende vorantreiben - das ist ein Ziel, welches sich viele Kleinstädte setzen. Doch wie kann die Umsetzung gelingen? Welche Hürden treten in den Planungsprozessen auf und verhindern eine schnelle und unkomplizierte Umsetzung? Damit beschäftigte sich das Planspiel am 5. Dezember 2023. Per Videokonferenz kamen Akteure der Stadtverwaltung Schmölln und Gößnitz, des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL), des Landkreises Altenburger Land sowie der DB Station&Service zusammen, um gemeinsam das Thema der Bahnhofsumfeldgestaltung durchzuspielen.

Erörterung einer Städtebauförderkulisse für das Bahnhofsumfeld Gößnitz

Neben dem Radverkehr wurde im Planspiel auch der öffentliche Personennahverkehr thematisiert. Es wurde diskutiert, wie die Umgestaltung des Bahnhofs Gößnitz und seines Umfeldes zu einem Mobility-Hub, der einen komfortablen Wechsel zwischen verschiedenen Mobilitätsangeboten ermöglicht und gleichzeitig als Eingangstor bzw. Visitenkarte der Stadt fungiert, in einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept als Vertiefungsraum beplant werden kann. Hierzu wurde die Möglichkeit eines Angebotsbebauungsplans in den Blick genommen, der neben zwei Mischgebieten, auch die Grünfläche mit dem Überschwemmungsgebiet an der Pleiße als öffentliche Grünfläche sowie Verkehrsflächen festlegt. Es stellte sich heraus, dass ein erster Planungsschritt ist, die Zuständigkeiten zu klären. Der aktuell stattfindende Ausbau der Strecke Leipzig-Karlsruhe ist hierfür ein hilfreicher Anlass (der die im kommenden Jahrzehnt bundesweit stattfindenden Korridorsanierungen der Bahninfrastruktur in die kommunalpolitische Aufmerksamkeit rücken lässt). Auch die Regulierungsdichte des Bebauungsplans und mögliche Realisierungsbeschränkungen wurden diskutiert. In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass eine große Herausforderung darin besteht, die Zukunft heute planbar und gestaltbar zu machen, insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Bahnreform.

Bürgermeister Sven Schrade schloss das Planspiel mit folgender Erkenntnis und Fragestellung: „Wir merken, um als Kommune in der heutigen Zeit weiter voranzukommen, sind wir so in ein Akteursnetzwerk verwoben, dass Projekte an sich nur sehr schwer ins Laufen kommen oder Zielstellungen nur schwer oder zumindest verlangsamt umgesetzt werden können. Frage am Ende, die bei beiden Projekten oder Planspielen, die wir heute durchgespielt haben, für mich steht, ist: Geht es auch anders?“

 

Ländliche Bildungslandschaft“ 

Das aus dem Reallabor IV entstandene Planspiel widmet sich der fiktiven Idee, einen bestehenden städtischen Schulstandort zu einem Gemeinschaftsschulstandort umzugestalten, der die gesamte nichtgymnasiale Sekundarstufe I und die dörfliche Primarstufe umfasst. Dabei bleiben für die Sekundarstufe im Sinne der kurzen Wege für kurze Beine die dörflichen Standorte erhalten. Der Gemeinschaftsschulansatz umfasst dabei nicht nur den eigentlichen Bildungsbereich, sondern auch die mit dem System Schule verbundene Kultur-, Jugend- und Jugendsozialarbeit. Das Planspiel betrachtet dabei die möglichen Entwicklungspotenziale des kleinstädtischen Hauptstandortes und der Dorfstandorte.

Welche Entwicklungspotenziale bietet die Schule in Gößnitz und wie könnten diese realisiert werden? – Mit dieser Fragestellung befasste sich das zweite Planspiel des Labors IV, das am 27. Februar 2024 in der Regelschule in Gößnitz stattfand. Mitglieder des Stadtrats Gößnitz, Mitarbeiter des Bauamts Gößnitz, Mitarbeiter des Landratsamt Altenburger Land (Bildungskoordinator, Schulverwaltung, Jugendhilfeplanung, Schulsozialarbeit, Bildungslotsen), der Jugendsozialarbeit sowie die Schulleitung und Lehrkräfte der Regelschule Gößnitz spannten die Vision einer Gemeinschaftsschule auf und ermittelten gemeinsam Hindernisse und Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Zudem nahmen zwei Schüler der Regelschule am Planspiel teil, die die Visionen und Diskussionspunkte kritisch hinterfragten und mit ihrer Realität abglichen.

Gemeinsam entwickelten die Akteure eine Vision, wie Schule als „Ort des Erlebens“, „Schnittstelle der Generationen“ und „Ort der Begegnung“ aussehen könnte. Neben dem eigentlichen Schulbetrieb sollten auch weitere Angebote der Kultur-, Jugend- und Jugendsozialarbeit im Schulgebäude stattfinden. Es wurden vielfältige Ideen zur Nutzung der Räumlichkeiten diskutiert. Diese reichten von einem rund um die Uhr geöffneten Jugendraum, über Lesungen, Bildungsberatungsangebote bis hin zu Sport- und Kreativangeboten sowie einem Essensangebot für alle. Dabei zeigte sich, dass die Umsetzung die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure aus Landkreis, Stadtverwaltung sowie Schulleitung, Lehrerschaft und Schüler*innen mit Unterstützung der Elternschaft und Vereine erfordert. Fehlende finanzielle Ressourcen, Personalmangel sowie rechtliche Rahmenbedingungen hemmen jedoch die Umsetzung. Zudem muss zunächst die negative Konnotation von Schule gewandelt und konkrete Bedarfe durch eine Bestandsanalyse entwickelt werden. Da die Zuständigkeit für die Schulgebäude auf Landkreisebene liegt, ist zudem die Nutzungsschwelle für lokale Akteure recht hoch. Diese kann nur durch geeignete Kommunikationsstrukturen abgebaut werden.

Im Fokus der Betrachtung stand neben dem Schulgebäude mit dem angrenzenden Schulhof auch die Buswendeschleife vor der Schule. Dieser sollte als „Eingangstor der Schule“ besondere Bedeutung beigemessen werden. Denn durch attraktive Angebote in der Schule wird auch die Bushaltestelle von mehr Menschen frequentiert. Durch eine kreative Gestaltung der Buswendeschleife kann der öffentliche Raum zu einem multifunktionalen Aufenthaltsort für Jung und Alt werden, der losgelöst vom Schulrhythmus vielfältige Angebote bietet (wie beispielsweise einen Imbiss). Es wurde jedoch angezweifelt, ob in Zukunft weiterhin die Relevanz eines Takt-Bus-Verkehrs bestehen bleibt. Es stellt sich die Frage, ob nicht vielmehr Ruf-Busse oder digitale Lösungen wie Apps für Mitfahrgelegenheiten den Takt-Bus-Verkehr ablösen werden. Nichtsdestotrotz zeigte sich, dass solche soziokulturellen Vorhaben auch immer Auswirkungen auf die öffentliche Mobilität haben und integriert betrachtet werden müssen. Die Etablierung einer Schule mit vielfältigen Angeboten für alle Generationen kann auch zur Belebung der Stadt beitragen. Kommunale Aufgabe ist es daher, die Verbindung zwischen Schule und Stadt zu gestalten.

 

„Stadtgesellschaftliche Kulturpflege an ungewöhnlichen Orten des ländlichen Alltags“ 

Im Rahmen des Labors IV „Dritte Orte in der Fläche – ländliche Bildungslandschaften und sozialraumorientierte Infrastrukturplanung“ fand ein weiteres Planspiel statt. Am 23. Januar 2024 kamen Akteurinnen und Akteure Stadtverwaltung Schmölln, des Stadtrates, der Jugendarbeit und soziokulturelle Akteure auf städtischer und Landesebene im Rathaus in Schmölln zusammen. Um herauszufinden, wie eine projekt- bzw. standortbezogene Zusammenarbeit zugunsten eines soziokulturellen Standortes standardmäßig aussehen könnte, spielten sie gemeinsam drei fiktive Planfälle durch:

  • die Etablierung eines Nachbarschaftszentrums am Kapsgraben
  • die Errichtung eines sozialen Treffpunktes im Gewerbegebiet Nitzschka 
  •  sowie die Nutzung bestehender Räumlichkeiten im Ortsteil Lumpzig als Dritte Orte.

Wie kann soziokulturelle Arbeit verstärkt dort stattfinden, wo Menschen sich im Alltag bewegen? – Das war die zentrale Frage, die dabei im Raum stand.

Insgesamt stellte sich heraus, dass ein Konsens darüber besteht, dass soziokulturelle Angebote eine öffentliche und kommunale Aufgabe sind. Soziokulturelle Angebote sollten durch die kommunale Familie angeboten werden, da die Kommune näher an der Bürgerschaft ist, deren Bedarfe kennt und auch über eigene demokratische Abstimmungsformen und Kommunikationsstrukturen verfügt. Daneben sollten aber auch die NutzerInnen bzw. die Stadtgesellschaft einbezogen werden und Verantwortung für soziale Angebote übernehmen.

Es zeigte sich, dass die Kombination von Sozialen Angeboten mit weiteren Nutzungen sinnvoll ist. Durch die weitere Nutzung können entweder im Sinne der Wirtschaftlichkeit Einnahmen generiert werden (z.B. kommerzielles Essensangebot im sozialen Treffpunkt des Gewerbegebietes Nitzschke) oder auch Synergieeffekte entstehen (z.B. Nutzung der Räumlichkeiten in Lumpzig neben dem Kitabetrieb).

Darüber hinaus stellte sich heraus, dass zunächst eine Bestandsanalyse durchgeführt werden sollte, um fehlende Bedarfe zu ermitteln. Durch die Verteilung der Angebote im Raum entstehen dann auch entsprechende Mobilitätbedürfnisse. Dadurch geben die Standorte der soziokulturellen Infrastruktureinrichtungen ein mögliches Standortnetz für Mobility-Hubs vor.

Die Organisation der Nachbarschaftszentren war ein weiteres Diskussionsthema. Hierbei zeigte sich, dass nicht die Betreiberlogiken vereinheitlicht werden sollten, (diese ergeben sich durch unterschiedliche Raumlogiken oder sind historisch gewachsen), sondern die Kommune die Koordinierungsfunktion übernehmen sollte. Die Kommune muss die verschiedenen Betreiber und Angebote nach Raumbeschaffenheit oder Nutzergruppen systematisieren. Dabei spielt die Digitalisierung eine bedeutende Rolle. Durch Apps oder QR-Codes kann der Vermietungsprozess von Räumlichkeiten erleichtert werden. Durch das Durchspielen der Planfälle konnten somit Betreibermodelle und Berücksichtigungsfaktoren bei der Umsetzung der stadtgesellschaftlichen Kulturpflege ermittelt werden.

 

Dem im September 2023 veröffentlichten Thüringen Reader Band 1 zur Daseinsvorsorge sollen bis zum Sommer 2024 noch zwei weitere folgen.

Das Projekt ISDN endet zum 30.06.2024.

Thüringen Reader ISDN – Beiträge aus Forschung und Lehre mit und über Schmölln und Thüringen

Was bedeutet es, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit „auf den Boden“ einer Kleinstadt, die sowohl Stadt als auch Land ist, zu bekommen?

Im erstmals erschienenen » „Thüringen Reader – Beiträge aus Forschung und Lehre mit und über Thüringen. Band 1: Daseinsvorsorge“ wird sich dieser Frage und Problemlage am Beispiel der thüringischen Kleinstadt Schmölln gewidmet. Der erste Band gibt nicht nur einen Einblick in die Herausforderungen und Chancen der Daseinsvorsorge in Schmölln, sondern liefert auch erste (vorläufige) Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt » ISDN. Der erste Band profitiert von der Verbindung aus Forschung und Lehre und stellt unter anderem studentisch entstandene Beiträge an der Fachhochschule Erfurt und Universität Kassel vor.

Der Thüringen Reader steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

ISDN als Side-Event zum  16. Bundeskongress für  Nationale Stadtentwicklungspolitik

Zum 16. Mal trafen sich internationale Fachleute am 12. und 13. September 2023, in diesem Jahr in Jena, zum Netzwerken und zum Erfahrungsaustausch. Der Einladung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, gemeinsam mit der Bauministerkonferenz der Länder, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund folgten etwa 1.000 Teilnehmende aus den Bereichen Stadtplanung, Architektur, Verwaltung, Forschung und aus lokalen Initiativen. Unter dem Titel „Zukunftswerkstatt StadtLand - Wege zu einem neuen Miteinander!“ ging es vor allem um die Chancen für kleinere Kommunen im ländlichen Raum. Für diese sieht das Leibniz-Institut die Chance, sich gegenüber den Großstädten als Wohnstandorte zu profilieren und damit Leerstand zu reduzieren. In diesem Kontext stellten die Universität Kassel und die Stadt Schmölln ihr Forschungsprojekt ISDN vor. Neben der Präsentation der bisherigen Ergebnisse gab es im Rahmen offener Diskussionsrunden die Gelegenheit zum fachpraktischen Austausch zu aktuellen Themen wie der kommunalen Wärmeplanung. Probleme sahen die Praktiker vor allem in der Umsetzbarkeit der gesetzlichen Vorgaben, der Finanzierbarkeit, langwierigen und bürokratischen Förderverfahren und im Fachkräftemangel. Begleitend besuchte der mdr die Stadt Schmölln, um über die geplante Versorgung eines Wohngebietes mit der Abwärme aus der Kläranlage Schmölln zu berichten. Der Beitrag wurde im Thüringen-Journal am 12.09.2023 um 19:00 Uhr gesendet.

Der längste Bahnsteig Deutschlands ist bald Geschichte - und dann?

Was hat der Bahnhof Gößnitz zu bieten – außer, dass er den längsten Bahnsteig Deutschlands gehabt haben wird? Mit dem derzeit im Rahmen der Ausbaumaßnahme Leipzig-Hof-Karlsruhe stattfindenden Umbau des Bahnhofs geht ein Alleinstellungsmerkmal verloren. Gleichzeitig eröffnen sich damit auch stadtplanerisch neue Möglichkeiten. Diese zu erkennen und zu diskutieren, war das Ziel der am 11. Mai 2023 stattfindenden Bahnhof-Charette. Mit dem gedanklichen Karren (frz. Charette) zogen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Studierenden, angehenden Stadtplanern der Universität Kassel durchs Bahnhofsumfeld. Lesen Sie dazu hier mehr.

Jahresfachkonferenz 2023 in Jena

Die Fachkonferenz 2023 der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Maßnahmen „Kommunen innovativ“ und „REGION.innovativ – Kreislaufwirtschaft“ fand am 9. und 10. Mai 2023 im Volkshaus Jena statt. Das Projekt ISDN – Integrierte Strategie für Daseinsvorsorge und Nachhaltigkeit in ländlichen Räumen ist eines von siebzehn aktuell laufenden BMBF-Fördermaßnahmen.

Entlang des Schwerpunktthemas „Strukturwandel und Transformation in Kommunen und Regionen gestalten“ nutzten fünf Vertreterinnen und Vertreter des kommunalen Bereichs aus Schmölln und Gößnitz und drei des Wissenschaftspartners Universität Kassel die Gelegenheit, die Vernetzung unter den geförderten Vorhaben fortzusetzen und zu intensivieren. Um den Austausch unter den Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und kommunaler Praxis zu stärken, kam eine breite Palette an unterschiedlichen Formaten – Workshops, Gesprächsinseln und ein „Marktplatz der Projekte“ – zum Einsatz. Eine Exkursion zum von der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA Thüringen) entwickelten Industriedenkmal Egon-Eiermann-Bau Apolda zur Open Factory rundete die Konferenz ab. 

LABOR I: Fahrradverkehr als Teil einer kleinstädtischen Verkehrswende

Das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel - Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit von Alltagsrouten

Radbefahrung der Alltagsroute Markt bis Industrieverbundstandort Crimmitschauer Straße am 18. März 2023

Wie kann eine vielbefahrene Alltagsroute für Radfahrer sicherer und attraktiver gestaltet werden?

Insgesamt 14 Teilnehmende waren am Samstag, dem 18. März 2023 der Einladung der Universität Kassel und der Stadt Schmölln im Rahmen des Projektes ISDN gefolgt, um sich zu dieser Frage vor Ort auszutauschen.

Gestartet wurde um 9:30 Uhr am Schmöllner Marktbrunnen, die Radtour führte am Brauereiteich vorbei über die Lohsenstraße in den Industrieverbundstandort Crimmitschauer Straße. An sechs Stationen wurde gestoppt und über aktuelle und mögliche Verkehrsführungen diskutiert. Quasi im Selbstversuch erlebten die Teilnehmenden die unterschiedlichen Wegeführungen, teils unmittelbar im Straßenraum, teils auf für den Radverkehr freigegebenen Gehwegen und separaten Radwegen. Potenzielle Gefahrenstellen wurden aus Sicht der unterschiedlichen Nutzergruppen betrachtet. Manchmal reicht schon die Änderung der Beschilderung, um auch Ortsunkundigen bestehende Radwege zugänglich zu machen, die auf den ersten Blick bisher nicht erkennbar sind. Der mitradelnde Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde nahm entsprechende Lücken in der Beschilderung auf und kümmert sich um Abhilfe.

Keine komplett neue Materie, gibt es doch seit Jahren bereits mit der AG Fahrradfreundliches Schmölln (AGFS) eine engagierte Gruppe von Radinteressierten, deren Ziel es ist, die Stadt Schmölln für den Radverkehr sicherer und attraktiver zu machen. Für die Forschenden der Universität Kassel war es ein guter Einblick in die praktische Arbeit vor Ort, für die Teilnehmenden aus Schmölln und Umgebung gab es interessante Anregungen aus wissenschaftlicher Sicht. Nach erfolgter wissenschaftlicher Auswertung werden die Ergebnisse in einem Workshop vorgestellt, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Den ortsansässigen Fahrradhändlern Fahrrad Gerth und Zweirad Schulze gilt unser Dank für die Bereitstellung von Rädern für die Tour.

Das zweite Projektjahr

 Relevante Themen der Arbeitspakete aus Jahr 1 werden in dezentralen Reallaboren untersucht

Anhand der im ersten Projektjahr erfolgten Analyse der fünf Arbeitspakete haben sich Themen ergeben, die durch dezentrale Reallabore untersucht werden sollen. Diese sind auf den gesamten Raum beider Kommunen festgelegt.

Was verbirgt sich hinter der Methodik "Dezentrales Reallabor"?

(Dezentral gestalten sich die Reallabore, da sie an verschiedenen Orten stattfinden (beispielsweise am Bahnhof in Gößnitz oder auch mobil entlang der Straße zum Gewerbegebiet Crimmitschauer Straße in Gößnitz). Die Reallabore gliedern sich jeweils in drei Teile: eine Charette vor Ort, ein Planspiel, das überörtliche Akteure einbezieht und in eine Remote-Forschung zur Kontextualisierung und Begleitung des Labors.

Eine Charette ist ein offener, öffentlicher Planungsworkshop. Sie bezeichnet ein Verfahren, in dem in kurzer Zeit Lösungen für komplexe Planungsprobleme erarbeitet werden. Der Planungsprozess integriert neben den Entscheidungsträgern auch Betroffene, Eigentümer und interessierte BürgerInnen. Die Planspiele sind ebenfalls eine etablierte Methode und sollen mit kommunalen und überörtlichen Akteuren jeweils für ein Reallabor die Frage „durchspielen,“ ob/wie eine Kommune grundsätzlich die dort aufgeworfenen Fragen steuernd bearbeiten und planen kann. Die Remoteforschung dient dazu, die bearbeiteten Laborthemen in die Transformationsherausforderungen einzubetten und strukturell in eine Modell-ISDN zu verankern.)

Ein kurzer Inhalt skizziert die Inhalte der einzelnen Reallabore:

I "Fahrradverkehr als Teil einer kleinstädtischen Verkehrswende"

(Das erste Reallabor „Fahrradverkehr als Teil einer kleinstädtischen Verkehrswende“ geht auf die Problematik des Radwegeausbaus ein. In der Charette soll beispielhaft die Radwegeverbindung und Aufenthaltsqualität entlang der Route Kernstadt Schmölln zum Gewerbegebiet Crimmitschauer Straße betrachtet werden. Dadurch sollen kleinteilige Maßnahmen identifiziert werden, die umgesetzt werden müssen. Es soll untersucht werden, inwiefern lineare räumliche Strukturen zum Gegenstand einer kommunal gesteuerten Gesamtmaßnahme werden können – auch durch die Kombination unterschiedlicher Planungs- und Förderverfahren.)

II - „Gößnitzer Bahnhof und Innenstadt – Städtebauförderkulisse Bahnhofsumfeld 

(Das zweite Reallabor „Gößnitzer Bahnhof und Innenstadt – Städtebauförderkulisse Bahnhofsumfeld“ beschäftigt sich ebenfalls mit der Transformationsherausforderung Verkehrswende. Die Bahn wird gerade im ländlichen Raum ebenso wie das Fahrrad massiv an Bedeutung gewinnen müssen, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen. Die Bahnhöfe werden (erneut) zu Eingangstoren und Visitenkarten der Stadt. Stadtentwicklung entlang der Bahntrassen (auch als Transit Oriented Development bekannt) muss aber in der Stadterneuerung funktionieren – denn die meisten Bahntrassen und Bahnhofsviertel sind schon gebaut. Doch zumeist fehlt ihnen nicht nur die historische Bahnhofsgebäudefunktion (positive Beispiele sind Umnutzungen wie in Nöbdenitz, negative Beispiele sind Abrisse wie in Gößnitz), sondern auch die Attraktivität als öffentlicher Raum. Das Reallabor soll am Beispiel des Bahnhofs Gößnitz also erkunden, wie die Prinzipien des Transit Oriented Developments mithilfe der Logiken der Stadterneuerung auf den Raum zwischen Bahnhof, August-Bebel- und Walter-Rabold-Straße und der Gößnitzer Innenstadt angewendet werden können.)

III - „Photovoltaik und andere erneuerbare Energien im Bestand – Nachrüstung per Stadterneuerung? 

(Das dritte Reallabor „Photovoltaik und andere erneuerbare Energien im Bestand – Nachrüstung per Stadterneuerung?“ soll beispielhaft die energetische Stadterneuerung von Bestandsquartieren in den Blick nehmen. Es werden Überlegungen angestellt, welche Nachrüstung in Bestandsquartieren technisch möglich und sinnvoll ist und wie diese in Stadtentwicklungsstrategien einfließen kann. Gemeinsam mit den Stadtwerken werden Planfälle generiert bzw. aktuelle Planungen aus Stadtentwicklungsperspektive erforscht: so z.B. die Nachrüstung von Gewerbegebieten mit Photovoltaik, die Nachrüstung eines dörflichen Wohngebiets mit einem Nahwärmenetz oder die Nachrüstung des öffentlichen Raums mit einer Ladeinfrastruktur. Diese werden mit den Akteuren nach der Planspielmethode durchgespielt und auf Hemmnisse überprüft. Ziel ist es, Ermöglichungsperspektiven für die Praxis aufzuzeigen, wie eine energetische Nachrüstung per Stadterneuerung stadtfinden kann.)

IV -„Dritte Orte in der Fläche – ländliche Bildungslandschaften und sozialraumorientierte Infrastrukturplanung 2 

(Das vierte Reallabor „Dritte Orte in der Fläche – ländliche Bildungslandschaften und sozialraumorientierte Infrastrukturplanung 2“ gliedert sich in drei Teile. Eine Charette beschäftigt sind mit Lumpzig – beispielhaft für die dörflichen Ortsteile – und untersucht Gebäude und Freiräume als potenzielle Räume, an denen Freizeitangebote stattfinden können. Mit unterschiedlichen Klassen des Roman-Herzog-Gymnasiums werden die ISDN-Themen jugendgerecht erörtert und daraus Schlussfolgerungen für das „Aufwachsen in Stadt und Dorf“ gezogen. Ein dritter Teil widmet sich der Zielgruppe der älteren MitbürgerInnen. Ziel aller drei Teile ist es, derzeitige Angebote zur Weiterbildung, Kultur oder Jugend-/Seniorenarbeit zu analysieren und das notwendige ergänzende Ehrenamt zu identifizieren. Daraus folgend, soll ein Planspiel Methoden entwickeln, wie ein kontinuierlicher Dialog zwischen der sozialraumorientierten Arbeit von Verwaltungsteilen wie Jugend, Schule, Weiterbildung, Kultur, Gesundheit, Senioren einerseits und der strategischen Stadtentwicklung der planenden Ämter erfolgen kann – wohl wissend, dass manches auf kommunaler, manches auf Landkreis- oder regionalisierter Landesebene (z.B. Schulamt) angesiedelt ist. Zusammenfassend ist das Ziel die Verbesserung der Steuerungskompetenz der flächengroßen Kommune in Sachen Daseinsvorsorge.)

In allen Reallaboren werden dabei auch übertragbare Ergebnisse für Thüringen und die Landesebene sowie wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen.

Zwischenbilanz nach einem Jahr ISDN

Nachdem in kleinerer Runde bereits am 22. September 2022 Einblicke in ein Jahr Projektarbeit gegeben wurden, trafen sich etwa 30 am Projekt Beteiligte und Interessierte am 8. Dezember 2022 im Sparkassensaal in Schmölln zur ausführlichen Ergebnispräsentation und anschließender Gesprächsrunde.

Im ersten Teil der Veranstaltung stellte die wissenschaftliche Projektmitarbeiterin Lena Knacker von der Universität Kassel die Ergebnisse der bisherigen Projektarbeit vor. Das erste Jahr galt der Erfassung und Analyse des Ist-Standes innerhalb der fünf thematischen Arbeitspakete zu den Themen Heimat, Mobilität, Gewerbeentwicklung, Bildung und Gesundheit, methodisch umgesetzt in Workshops, Forschungsinterviews und städtebaulichen Bestandsaufnahmen. Basierend auf den identifizierten Problemen soll in einer sich nun anschließenden Reallaborphase ein Leitfaden für Maßnahmen und Projekte erarbeitet werden. Ziel ist es herauszufinden, welche Umsetzungsschritte für erfolgreiche Projekte wichtig sind und woran Projekte in der Praxis scheitern können.

Im Anschluss wurden die Themen und die Rolle von Stadtentwicklungsinstrumenten und der Städtebauförderung in Kleinstädten in einem Gespräch zwischen Dr. Arvid Krüger, dem wissenschaftlichen Projektleiter von der Universität Kassel und Sören Bartol, dem Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, diskutiert. Moderiert wurde das Gespräch von der freien Stadtplanerin Ulla Schauber.

Ein knapp 4-minütiger Film fängt die Veranstaltung ein und bietet einen schnellen Einstieg in die diskutierten Inhalte.

Auftaktkonferenz "Kommunen innovativ" und "REGION.innovativ - Kreislaufwirtschaft"

Auf der Auftaktkonferenz der Fördermaßnahmen „Kommunen innovativ“ und „REGION.innovativ – Kreislaufwirtschaft“ am 13. und 14. Juli 2022 in Berlin trafen sich Vertreter der beiden BMBF-Fördermaßnahmen. Übergreifendes Thema der Veranstaltung war die Fortsetzung und Intensivierung der Vernetzung der geförderten Vorhaben. Gemeinsam wurden thematische Gemeinsamkeiten und mögliche Synergieeffekte identifiziert und diskutiert. Die Präsentationen der beiden Tage stehen auf der Webseite der Fördermaßnahmen zum Download zur Verfügung: https://kommunen-innovativ.de/dokumentation-der-auftaktkonferenz-kommunen-innovativ-und-regioninnovativ-kreislaufwirtschaft2022

Ansprechpartnerin

Stadtverwaltung Schmölln

Projektmanagement

Susan Biereigel