Ausschreibung: Luise-Neupert-Preis 2026

Anlässlich des 100. Geburtstages der Schmöllner Künstlerin und Illustratorin Luise Neupert (1926–2009) wird erstmals in diesem Jahr 2026 der Luise-Neupert-Preis verliehen. Der Preis würdigt das künstlerische Erbe einer Frau, die mit ihren Scherenschnitten, Illustrationen und Märchenbildern Generationen begeistert und inspiriert hat.

Die Preisverleihung findet am 14. September 2026 – dem Geburtstag von Luise Neupert – in der Galerie in Schmölln statt. Der Preis wird künftig alle zwei Jahre vergeben.

a)    Teilnahmebedingungen

Eingereicht werden können Scherenschnitte (auch als Papierschnitt oder Collage) mit Motiven aus

  • der Stadt Schmölln,
  • ihren Ortsteilen oder
  • den Schmöllner Partnerstädten.

Teilnehmen kann jede*r – unabhängig von Alter oder Herkunft. Besonders erwünscht ist die Förderung junger Talente.

Auch Künstler*innen und Interessierte aus den Partnerstädten Schmöllns sind herzlich eingeladen.

b)    Ziel des Preises

Mit dem Luise-Neupert-Preis sollen:

  • die Kunstform des Papierschnitts gepflegt und weiterentwickelt,
  • das künstlerische Erbe von Luise Neupert lebendig gehalten,
  • junge und erfahrene Künstler*innen gleichermaßen ermutigt und gefördert,
  • sowie die kulturelle Verbundenheit mit den Partnerstädten gestärkt werden.

c)    Preise & Jury

Der Luise-Neupert-Preis ist mit einem Geldpreis sowie einer Ausstellung der prämierten Werke verbunden.

Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Fachjury aus Kunst, Kultur und Stadtgesellschaft.

d)    Fristen & Einsendung

Die Ausschreibung startet am 22. Januar 2026. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2026.

Einreichungen bitte senden an:

Stadtverwaltung Schmölln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Maja Persch
Markt 1
04626 Schmölln

e)    Verleihung

Die feierliche Preisverleihung findet am 14. September 2026 um 18 Uhr im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Luise Neupert in der Rathausgalerie in Schmölln, Markt 1, 04626 Schmölln, statt.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich zu beteiligen und mit ihren Arbeiten das künstlerische Erbe Luise Neuperts fortzuführen.

 

Termine auf einem Blick

03. Mai 2026 - Ausstellung: Mehr als Schwarz und Weiß – Nackte Nymphen und scharfe Schnitte (Burg Posterstein)

Ausstellungseröffnung: 03. Mai, 15 Uhr, Burg Posterstein/ Ausstellngsraum

Die Ausstellung „Mehr als Schwarz und Weiß: Nackte Nymphen und scharfe Schnitte“ gibt einen umfangreichen Einblick in die Biografie und das Schaffen der Schmöllner Künstlerin Luise Neupert. Nackte Nympfen und märchenhafte Szenerien: Besonders für ihre Scherenschnitte erlangte sie überregionale Bekanntheit. Doch Luise Neuperts Lebenswerk umfasst unter anderem auch Gebrauchsgrafik, Illustration, Textildesign und Keramik.


Ausstellungszeitraum: 03.05.2026 - 15.11.2026,

25. Juni 2026 - Ausstellungseröffnung im Rathaus Schmölln

Um 19 Uhr wird in der Rathausgalerie eine neue Ausstellung von Luise Neuperts Scherenschnitten eröffnet.
Titel: "Märchenhaft geschnitten von Luise Neupert und ehemaligen und derzeitigen Mitgliedern des Freundeskreis Scherenschnitt Schmölln "

Ausstellungszeitraum: 25.06. - 18.09.2026

30. Juni 2026 - Ausschreibungsende

Ende der Ausschreibung zum Luise-Neupert-Preis. Weitere Informationen dazu finden Sie auf dieser Seite ganz oben.

14. September 2026 - 100. Geburtstag Luise Neupert

Beginn: 18 Uhr in der Rathausgalerie

Weitere Informationen folgen bald.

"Zwei auf einem Streich" - Vernissage und Plauderstunde im Reussischen Hof

Schmölln, 10.12.2025. Die Doppelveranstaltung im Zeichen des Luise-Neupert-Jahres machte eindrucksvoll deutlich, welche Faszination und Tiefe im Scherenschnitt liegen – einer Kunstform, die gleichermaßen filigran, konzentriert und von großer Ausdruckskraft ist. Bereits die kleine Ausstellungserweiterung im Schmöllner Rathaus schuf eine offene, verbindende Atmosphäre, bevor sich der Blick ganz auf Werk und Wirken von Luise Neupert bei der Plauderstunde im Reussischen Hof richtete.

Zu Beginn der Plauderstunde wurden zwei historische Filmaufnahmen aus den Jahren 2003 und 2005 gezeigt, die einen Einblick in Neuperts künstlerisches Umfeld gaben. Der Film von 2005 dokumentierte die Arbeit des Freundeskreises Scherenschnitt, während die Aufnahme aus dem Jahr 2003 die Buchvorstellung der „Limericks 2“ im Ratskeller zeigte – mit Luise Neupert als zurückhaltende, zugleich präsente Persönlichkeit. Besonders prägend blieb ein Satz von Ingeborg König im Film: „Das Gehirn ist der Zeichenblock“ – ein Gedanke, der Neuperts Arbeitsweise und innere Bildwelt treffend beschreibt.

In den Gesprächen wurde deutlich, dass viele ihrer Werke bewusst für Krankenhäuser und Altenheime geschaffen wurden. Luise Neupert wollte Kunst dorthin bringen, wo Menschen Zeit haben zu schauen – in Flure, Gänge und Aufenthaltsräume. Ihre Scherenschnitte sollten nicht dominieren, sondern begleiten, Ruhe schenken und Freude machen. Dabei setzte sie weiße Flächen ganz gezielt als gestalterisches Mittel ein und schuf so besondere Akzente und eine außergewöhnliche Leichtigkeit.

Der Scherenschnitt wurde an diesem Abend auch als „sparsamste Kunstform“ beschrieben: Papier und Schere genügen – entscheidend sind Fertigkeit, Geduld und Vorstellungskraft. Als Lehrerin war Luise Neupert bekannt für ihre große Geduld und ihre Fähigkeit, Raum für eigene Gestaltung zu lassen. Sie war bescheiden, zurückgenommen und ließ stets das Werk für sich sprechen.

Der Freundeskreis Scherenschnitt entwickelte sich unter ihrer Inspiration zu einem einzigartigen Treffpunkt, zu dem Menschen aus Jena, Altenburg, Meuselwitz und der Region kamen – schlicht, weil es andernorts kein vergleichbares Angebot gab. Dieses lebendige Netzwerk ist bis heute Teil ihres Vermächtnisses.

Dass dieses Vermächtnis weiterhin wirkt, zeigte auch der Ausblick auf aktuelle Entwicklungen: So liegt inzwischen eine Anfrage des Feininger Museums Quedlinburg vor, das im Rahmen der Ausstellung „Starke Frauen in Ostthüringen“ 20 bis 30 Arbeiten von Luise Neupert präsentieren möchte. Themen wie Charme, leise Erotik, Limericks und mythologische Bezüge unterstreichen dabei die Vielfalt ihres Schaffens.

Den Abschluss der Plauderstunde bildete ein praktischer Teil, der den Geist des Abends noch einmal aufgriff: Grundlagen des Scherenschnitts wurden erklärt, und alle Anwesenden waren eingeladen, selbst zur Schere zu greifen. Dieses aktive Ausprobieren machte erfahrbar, was Luise Neupert auszeichnete – Konzentration, Mut zur Einfachheit und die Freude am eigenen Gestalten.

Veranstalter:
Stadtverwaltung Schmölln, Freundeskreis Scherenschnitt, „Fliegender Salon“.

Das Projekt „Der fliegende Salon“ wird gefördert im Programm TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel der Kulturstiftung des Bundes sowie durch die Thüringer Staatskanzlei.

Jubiläumsjahr 2026: Luise Neupert – Eine Künstlerin im Herzen des Altenburger Landes würdigen

Schmölln, 21.08.2025.  Das Jahr 2026 steht im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Im September 2026 wäre Luise Neupert, die bedeutende Schmöllner Künstlerin und Illustratorin, 100 Jahre alt geworden.

Bereits jetzt laufen die ersten Planungen und Vorbereitungen, um dieses außergewöhnliche Jubiläum gebührend zu ehren und an das vielfältige Schaffen dieser bemerkenswerten Persönlichkeit zu erinnern.

Luise Neupert, die 2009 verstarb, verbrachte viele Jahre ihres künstlerischen Wirkens in Schmölln, wo sie gemeinsam mit ihrem Ehemann und Sohn lebte. Mit unermüdlichem Engagement schuf sie unzählige Märchenbilder und Buchillustrationen, die durch ihre meisterhafte Verbindung von Bild und Sprache begeisterten. Besonders ihre Liebe zur Schwarz-Weiß-Kunst zeigte sie auch durch die Initiierung eines „Freundeskreises Scherenschnitt“ im Rahmen des Kulturbundes, gemeinsam mit Ingeburg König. Dieser Kreis, gegründet vor über vierzig Jahren, brachte Frauen zusammen, die ihre Leidenschaft für den Scherenschnitt teilten und das Wissen der Meisterin in eigenen Werken weitergaben.

Ein Meilenstein in der Würdigung von Luise Neupert ist die Beteiligung an dem Projekt „Schatzsuche im Altenburger Land“ im Rahmen eines TRAFO-Projektes des Landkreises Altenburger Land, um ihre Bedeutung im kulturellen Gedächtnis der Region sichtbar zu machen.

Zur Erinnerung und Ehrung wurde am 19. Dezember 2024 eine Ausstellung auf den Gängen des Schmöllner Rathauses eröffnet. Diese Ausstellung bietet auch jetzt noch einen Einblick in das vielfältige Werk der Künstlerin und lädt alle Interessierten herzlich ein, ihre Kunst zu entdecken.

Für das Jubiläumsjahr 2025 und 2026 sind zahlreiche Aktionen geplant, um das Leben und Werk von Luise Neupert lebendig zu halten:

Ein Kindersalon im Rahmen des Projektes „Fliegender Salon“ wird in der Grundschule „Am Finkenweg“ stattfinden. Für den Herbst ist eine Plauderstunde im Reussischen Hof geplant, bei der sowohl junge als auch ältere Besucher in die Welt der Künstlerin eintauchen können.

Im Verlaufe dieses Jahres wird die Ausstellung im Schmöllner Rathaus erweitert. (Eröffnung am 09.12.2025)

Anfang 2026 erfolgt die Präsentation einer Dokumentation, die das Leben und Wirken von Luise Neupert filmisch nachzeichnet.

Ab Mai 2026 präsentiert die Burg Posterstein eine große Ausstellung zum Thema. Parallel dazu wird es auch zusätzlich in der Schmöllner Rathausgalerie eine weitere Gelegenheit geben, ihre Werke zu betrachten. Die Vernissage findet hier am 25.06.2026 um 19 Uhr statt.

Weiterhin werden auch die Fortführung der Kindersalons an den Grundschulen sowie Scherenschnitt-Workshops an der Volkshochschule geplant, um die Liebe zur Kunst weiterzugeben.

Ein besonderes Highlight wird der 14. September 2026: Zum 100. Geburtstag von Luise Neupert wird der „Luise-Neupert-Preis“ verliehen – ein neuer Kunstpreis, der alle zwei Jahre vergeben werden soll. Die Ausschreibung für den Sonderpreis erfolgt im Januar 2026.

„Wir freuen uns auf ein Jahr voller Inspiration, Kunst und gemeinsamer Erinnerungen und laden alle herzlich ein, an den vielfältigen Veranstaltungen teilzunehmen und das Erbe von Luise Neupert zu feiern“, so Bürgermeister Sven Schrade.

Das Projekt „Der fliegende Salon“ wird gefördert in TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, sowie durch die Thüringer Staatskanzlei.