Catmobil macht Station im Altenburger Land: Tierschützer fordern landesweiten Schutz für Straßenkatzen!

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Die Tierschutzvereine Altenburg u.U. e. V., Hoffnung für Wildenten, Schwäne & Co. e. V. undSchmölln Osterland e.V. beteiligen sich an der landesweiten Tierschutzwoche des DeutschenTierschutzbundes – Landestierschutzverband Thüringen e.V. vom 4. bis 10. Oktober undinformieren gemeinsam mit dem Catmobil des Deutschen Tierschutzbundes am 07.10.2026 inAltenburg über das Schicksal der Straßenkatzen und die Forderung nach einer Katzenschutzverordnungfür Thüringen.

Straßenkatzen gehören auch in Thüringen zu den größten Tierschutzproblemen. Viele Tiere leiden unter Krankheiten, Parasitenbefall, Verletzungen und Hunger. Jede einzelne Straßenkatze stammt ursprünglich von einer privat gehaltenen Katze ab, deren Besitzer sie unkastriert in den Freigang gelassen hat oder von ausgesetzten oder entlaufenen Tieren. So haben sich diese Tiere ungehindert miteinander vermehrt. Ohne menschliche Hilfe haben Straßenkatzen häufig nur geringe Überlebenschancen. Tierschutzvereine und Tierheime kümmern sich mit großem ehrenamtlichem Engagement um die Tiere, organisieren Kastrationen und übernehmen die Versorgung kranker oder verletzter Katzen – häufig an der Grenze ihrer personellen und finanziellen Möglichkeiten.

Mit der Tierschutzwoche möchten der Deutsche Tierschutzbund – Landestierschutzverband Thüringen e.V. und seine Mitgliedsvereine auf dieses oft unterschätztes Problem aufmerksam machen und für eine landesweite Katzenschutzverordnung werben. 

„Eine landesweite Katzenschutzverordnung würde nicht nur das Leid freilebender Katzen verhindern, sondern auch Tierschutzvereine und Tierheime spürbar entlasten. Gleichzeitig könnten Kommunen langfristig Kosten sparen. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass sich das Problem nicht weiter verschärft“, sagt Roswitha Leutert vom Tierschutzverein Schmölln Osterland e.V.

Eine landesweit einheitliche Regelung würde den Katzenschutz flächendeckend verbessern und für klare, verbindliche Rahmenbedingungen sorgen. Denn derzeit besteht eine Flickenteppich: Jede Kommune entscheidet selbst, ob sie eine Katzenschutzverordnung erlässt und welche Maßnahmen sie ergreift. Für den Schutz freilebender Katzen darf es jedoch nicht davon abhängen, in welcher Kommune sie leben. Schleswig-Holstein hat bereits gezeigt, dass eine landesweite Katzenschutzverordnung möglich ist.

Bis eine solche Regelung auch in Thüringen umgesetzt wird, müssen Kommunen ihre Verantwortung wahrnehmen und vorhandene Möglichkeiten konsequent nutzen.

Auch im Altenburger Land muss gehandelt werden

Wie wichtig ein flächendeckender Ansatz ist, zeigt die Situation im Altenburger Land. Der Landkreis gehörte zu den ersten Landkreisen in Thüringen, die auf der Grundlage des § 13b TierSchG eine Katzenschutzverordnung erlassen haben - allerdings nur für wenige begrenzte Gebiete: Die Gartenanlagen im Landkreis und der Bereich des Seecampingplatzes Pahna.

 „Katzen kennen jedoch keine Grundstücks-, Orts- oder Gemeindegrenzen. Das Katzenleid beschränkt sich nicht auf einzelne ausgewiesene Gebiete oder einzelne Grundstücke. Auch außerhalb der bisherigen Geltungsgebiete entwickeln sich Katzenpopulationen und vermehren sich unkontrolliert. Die Folgen dieser Entwicklung spüren wir Tierschutzvereine täglich – immer wieder neue sogenannte Hotspots, an denen unzählige Katzen kastriert und versorgt werden müssen und die „Kittenschwemme“ im Tierheim hält mittlerweile das ganze Jahr über an“, so Leutert.

Deshalb muss auch im Altenburger Land gehandelt werden. Die bestehende Katzenschutzverordnung muss überprüft und an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden. Katzenschutz muss sich am tatsächlichen Ausmaß des Problems orientieren - nicht an Gemeindegrenzen!

Am Informationsstand erfahren Besucherinnen und Besucher:

  • warum Straßenkatzen kein „Wildtierproblem“, sondern ein menschengemachtes Tierschutzproblem sind,
  • warum Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Katzen so wichtig sind,
  • was jeder Einzelne zum Katzenschutz beitragen kann,
  • welche Arbeit die örtlichen Tierschutzvereine für Tiere in der Region leistet.

Die Tierschützer*innen stehen für Fragen zur Verfügung und freuen sich auf den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern und Vertreter*innen von Politik und Verwaltung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und sich über die Situation der Straßenkatzen im Altenburger Land und in Thüringen zu informieren.

Veranstaltungsinformationen:

Was: Informationsstand mit dem Catmobil zum Katzenschutz in Thüringen und im Altenburger Land
Wann: Mittwoch, den 07.10.2026; von 14:00 bis 17:00 Uhr; um 14:30 Uhr spricht der Vorsitzende des Deutschen Tierschutzbundes – Landestierschutzverband Thüringen e.V., Herr Kevin Schmidt zum Thema
Wo: 04600 Altenburg, Teichpromenade – Höhe Eingang zum Inselzoo
Veranstalter: Tierschutzvereine Altenburg u.U. e. V., Hoffnung für Wildenten, Schwäne & Co. e. V. und Schmölln Osterland e.V. gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund – Landestierschutzverband Thüringen e. V.

Pressekontakt:

Tierschutzverein Schmölln Osterland e.V.
Sommeritzer Straße 75; 04626 Schmölln
Ansprechpartnerin: Frau Roswitha Leutert, stellv. Vorsitzende
Mail: tierheim@tierheimschmoelln.de
Tel.: 034491 23909 o. 0179 4561429