Endspurt bei der Petition „Bäder in Not“

Blick in die Menschenmenge bei der Demo "Erhalt der Thüringer Bäder" in Erfurt im Oktober 2025, bei der viele verschiedene Personen ihre Demo-Schilder in die Kamera zeigen

Jetzt für den Erhalt der Thüringer Hallenbäder unterschreiben

Die Zukunft der Thüringer Hallenbäder steht auf dem Spiel: Mit einer landesweiten Petition fordert die Initiative „Bäder in Not“ von der Thüringer Landesregierung konkrete und verlässliche Maßnahmen zum dauerhaften Erhalt der kommunalen Hallenbäder. Auch in Schmölln liegen Unterschriftenlisten aus. Noch bis zum 26. Februar 2026 können Bürgerinnen und Bürger die Petition unterstützen. Ein zusätzlicher landesweiter Aktionstag am 25. Februar soll dem Anliegen noch einmal besondere Aufmerksamkeit verschaffen.

Die Thüringer Hallenbäder sind unverzichtbare Einrichtungen der Daseinsvorsorge: Sie ermöglichen jährlich rund 40.000 Kindern das Schwimmenlernen, bieten Raum für Vereins- und Rehasport, Selbsthilfegruppen und Begegnung für alle Generationen und zählen insgesamt fast fünf Millionen Besuche pro Jahr. Gleichzeitig stärken sie Wohnqualität und Wirtschaftskraft ganzer Regionen.

Die Petition kritisiert, dass bislang keine ausreichenden Maßnahmen der Landesregierung zum Erhalt der Bäderlandschaft getroffen wurden – obwohl sich die Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD im Koalitionsvertrag ausdrücklich zum Fortbestand der bestehenden Hallenbäder bekannt hat. Dieses Versprechen drohe gebrochen zu werden.

Die Initiative richtet daher klare Forderungen an das Land Thüringen:

  • die Einhaltung der im Koalitionsvertrag zugesagten Unterstützung für kommunale Hallenbäder,
  • die Bereitstellung von jeweils 30 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2026/2027,
  • sofortige Gespräche mit den Koalitionsfraktionen über kurzfristige Sicherungsmaßnahmen,
  • die Benennung eines Bäderbeauftragten auf Staatssekretärsebene als zentralen Ansprechpartner,
  • sowie die Fertigstellung der Thüringer Bäderkonzeption 2040 bis Ende 2026.

Die mehr als 30 beteiligten Thüringer Hallenbäder betonen, dass sie keine „Verlustbringer“ seien, sondern bewusst geförderte Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Ihre Träger hätten in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um Anlagen zu sanieren und Betriebskosten zu senken. Dennoch könnten Bäder strukturell keine Gewinne erwirtschaften – ihr Auftrag liege im Schwimmenlernen, in Gesundheitsförderung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Jetzt unterschreiben – letzte Gelegenheit bis 26. Februar
Unterschriftenlisten liegen in Schmölln an folgenden Orten aus:

  • im Kassenbereich des Freizeitbades Tatami (Ronneburger Str.),
  • im Bürgerservice (Amtsplatz),
  • im Einwohnermeldeamt (Amtsplatz),
  • in der Stadt- und Regionalbibliothek (Markt 42/43).

„Die Stadt Schmölln und die Initiative „Bäder in Not“ rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Petition in den verbleibenden Tagen zu unterstützen und damit ein starkes Zeichen für den Erhalt der Thüringer Hallenbäder zu setzen. Jede Unterschrift zählt, um die Zukunft dieser wichtigen Einrichtungen der Daseinsvorsorge zu sichern“, so Bürgermeister Sven Schrade abschließend.