
An der Unterschriftensammlung beteiligten sich 26 Bäder aus ganz Thüringen, die vor Ort sowie über das Petitionsportal des Thüringer Landtages Unterstützer mobilisierten.
Die Thüringer Hallenbäder erhalten starke Unterstützung aus der Bevölkerung: 22.776 Bürgerinnen und Bürger haben die Petition der Initiative „Bäder in Not“ zum Erhalt der Thüringer Hallenbäder unterzeichnet. An der Unterschriftensammlung beteiligten sich 26 Bäder aus ganz Thüringen, die vor Ort sowie über das Petitionsportal des Thüringer Landtages Unterstützer mobilisierten.
Am 5. März haben Vertreter der Initiative „Bäder in Not“ die 22.776 gesammelten Unterschriften persönlich an Landtagspräsident Dr. König im Thüringer Landtag übergeben.
Ziel der Petition ist es, den dauerhaften Erhalt der kommunalen Hallenbäder im Freistaat zu sichern und die Unterstützung des Landes für deren Betrieb deutlich zu stärken.
Gefordert werden unter anderem die Einhaltung der im Koalitionsvertrag zugesagten Unterstützung für die Hallenbäder, die Bereitstellung von jeweils 30 Millionen Euro im Doppelhaushalt 2026/2027, kurzfristige Gespräche mit den Koalitionsfraktionen über Sicherungsmaßnahmen sowie klare Zuständigkeiten in der Landesregierung – etwa durch einen Bäderbeauftragten. Außerdem soll die Thüringer Bäderkonzeption 2040 bis Ende 2026 fertiggestellt werden, um eine zukunftsfähige Bäderlandschaft im Freistaat zu sichern.
Landesweit sind die 22.776 Unterschriften in sehr kurzer Zeit zusammengekommen. Für eine erfolgreiche Petition wären lediglich 1.500 Unterschriften notwendig gewesen. Dass diese Zahl um ein Vielfaches übertroffen wurde, zeigt die große Unterstützung in der Bevölkerung. Dabei ist die Hürde bei einer Petition deutlich höher als bei vielen anderen Unterschriftensammlungen, da persönliche Daten angegeben werden müssen.
Auch in Schmölln war die Beteiligung groß: Im Freizeitbad Tatami beispielsweise konnten in weniger als zwei Wochen rund 700 Unterschriften gesammelt werden.
Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade zeigt sich über die breite Unterstützung erfreut: „Dass ohne großen organisatorischen Aufwand mehr als 22.000 Unterschriften zusammengekommen sind, zeigt deutlich, welchen Stellenwert Hallenbäder für die Menschen in Thüringen haben. Sie sind Orte des Schwimmenlernens, der Gesundheit und der Begegnung. Deshalb brauchen unsere Kommunen eine verlässliche Unterstützung des Landes, damit diese wichtigen Einrichtungen dauerhaft erhalten bleiben.“
Mit der Übergabe der Unterschriften verbindet die Initiative die Hoffnung, dass die Landesregierung das Thema nun zeitnah aufgreift und gemeinsam mit Kommunen und Badbetreibern tragfähige Lösungen für die Zukunft der Thüringer Hallenbäder entwickelt.
