8. Kulturstammtisch in Schmölln bringt engagierte Akteure zusammen

8. Kulturstammtisch in der Kletterhalle

Austausch über Kletterhalle, Museum, Mutzbraten-Meisterschaft und neue Ideen für Kultur, Tourismus und Stadtleben

Zum 8. Kulturstammtisch der Stadt Schmölln kamen am 8. April 2026 zahlreiche engagierte Akteurinnen und Akteure in der Kletter- und Freizeithalle am Coßwitzanger zusammen. In der Zeit wurde nicht nur intensiv über aktuelle kulturelle und touristische Themen gesprochen, sondern auch wieder deutlich, wie viel Engagement, Ideenreichtum und Herzblut in Schmölln vorhanden sind.

Zu den Teilnehmenden zählten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Vereinen, Einrichtungen und Bürgerschaft – darunter der Bürgermeister, das Magdalenenstift als Nutzer der Kletterhalle, der Seniorenbeirat, der Heimat- und Verschönerungsverein, das Knopfmuseum, der Inhaber des Hillerturms, der „Mutzbraten-Mann“ sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Ein besonderer Auftakt war der Bericht über die Kletterhalle mit Stefanie Rommel vom Magdalenenstift/ Mobile Jugendarbeit. Die Einrichtung feiert am 1. Juni 2026 ihr 20-jähriges Bestehen. Aktuell laufen dort bauliche Anpassungen und Sanierungsarbeiten, unter anderem am „Kamin“ als Herzstück der Anlage, an der Boulder-Höhle sowie am Toilettencontainer. Hintergrund sind notwendige Überarbeitungen im Zuge technischer und sicherheitsrelevanter Vorgaben. Die öffentliche Nutzung der Halle soll voraussichtlich ab Mai wieder möglich sein.

Die Halle wird von der Stadtwerke Schmölln GmbH kostenfrei zur Verfügung gestellt, Mieter ist der Kreisjugendring Altenburger Land, genutzt wird sie durch das Ev.-Luth. Magdalenenstift Altenburg. Die Angebote reichen vom freien Klettern bis hin zu betreuten Formaten für Kinder und Jugendliche in Zusammenarbeit mit dem Freizeitzentrum The BASE. Besonders bemerkenswert: Die Kletterhalle finanziert sich zu 100 Prozent über Spenden und wird zusätzlich durch ehrenamtliches Engagement getragen. Auch Schulen können die Einrichtung nutzen.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Entwicklung des Knopfmuseums. Museumsleiterin Constance Böhme, die die Einrichtung seit 2026 leitet, berichtete über aktuelle Umgestaltungen und neue Veranstaltungsformate. Ziel sei es, das Museum noch einladender, lebendiger und herzlicher zu gestalten. Im Mittelpunkt des Austauschs stand dabei auch die Frage, wie Geschichte in Schmölln weiterhin erlebbar gemacht und lebendige Traditionen bewahrt werden können. Mit Blick auf das 30-jährige Jubiläum im Jahr 2027 gibt es dafür bereits viele gute Ansätze.

Auch die Vorbereitungen für die 1. Schmöllner Mutzbraten-Meisterschaft vom 19. bis 21. Juni 2026 nahmen breiten Raum ein. Die Vorfreude auf das neue Veranstaltungsformat ist groß, gleichzeitig werden weiterhin helfende Hände gesucht. Deutlich wurde im Gespräch, dass sich rund um die Veranstaltung bereits eine spürbare Dynamik entwickelt hat. Zudem wurde vereinbart, dass auch zum Tag des offenen Denkmals Mutzbraten angeboten werden soll.

Darüber hinaus wurden weitere Themen und Perspektiven für Schmölln angesprochen – unter anderem rund um Tatami, Gesundheits- und Tourismusangebote sowie die generelle Frage, wie sich die Stadt lebendig und attraktiv weiterentwickeln kann. Bürgermeister Sven Schrade brachte es dabei auf den Punkt:

„Stadt ist nicht nur zum Schlafen und Arbeiten da. Am Ende des Tages braucht es die Engagierten, die es umsetzen.“

Im Rahmen des Treffens wurde außerdem auf kommende Veranstaltungen hingewiesen. Dazu zählen das Marktfest am 25. April, der Blumen- und Kreativmarkt am 2. Mai, das STADTRADELN vom 31. Mai bis 20. Juni sowie die bereits laufenden Vorbereitungen für das große Stadtjubiläum 2028 – 700 Jahre Stadtrecht.

Für die Gäste gab es passend zum Thema auch eine kleine Verköstigung mit alkoholfreien Bowlen, Mutzbratenbrot und Sauerkraut-Dip von der Konditorei Jahn, die sich damit zugleich für die Mutzbraten-Meisterschaft ins Gespräch brachte.

Der nächste Kulturstammtisch soll im FreiRaum 22 stattfinden – so der Wunsch der Teilnehmenden.