
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, besuchte am 30. April das Wasserschloss in Dobitschen.
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, besuchte am 30. April das Wasserschloss in Dobitschen. Im neu gestalteten Schlosspark wurde sie von engagierten Mitwirkenden sowie den Bürgermeistern von Schmölln Sven Schrade und Dobitschen Björn Steinicke empfangen.
Networkmanager Alexander Fischer und Projektmanager Oliver Meisel vom FACK e.V. stellten zu Beginn das Projekt „LandSchafft’s-Akademie“ vor, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird. Der mit von jungen Menschen selbst getöpferten Figuren neu gestaltete Park ist Teil dieses Vorhabens. Die Akademie selbst basiert auf drei Säulen: Sie vermittelt handwerkliche Fähigkeiten, unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Ideen für den Ort und schafft konkrete Beteiligungsformate, damit sich die Bevölkerung aktiv in die Entwicklung Dobitschens einbringen kann.
Anschließend ging die Gruppe zur angrenzenden Schlossbrauerei. Dort wurden verschiedene Projekte präsentiert, darunter regelmäßige Communityevents, sogenannte Feierabende vor dem Schloss, Kinoveranstaltungen im Saal des Kulturhauses sowie Workshops, etwa zur Gestaltung sorbischer Ostereier, Linolschnitt oder dem Schmieden eines Grills mit dem Jugendclub. Auch praktisch wurde es: Elisabeth Kaiser beteiligte sich an den Arbeiten zur Umgestaltung der Schlossbrauerei in einen Dorfladen und stemmte selbst symbolisch ein Fenster frei.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen auch die Pläne für den Dorfladen sowie Kooperationen wie das Urban-Gardening-Projekt „Ackerpause“. Ziel ist es, regionale Wertschöpfung zu stärken und neue Nutzungskonzepte für den ländlichen Raum zu entwickeln.
Im Schloss selbst folgte ein kurzer historischer Überblick. Martin Burkhardt, Vorsitzender des Altenburger Bauernhöfe e.V. und Mitglied des Kernteams der „LandSchafft’s-Akademie“, veranschaulichte in exemplarischen Darstellungen die 330-jährige Geschichte des Areals.
Der Rundgang endete schließlich im Wirtschaftshof. Dort stellten die Initiatoren ihre langfristigen Pläne vor: eine genossenschaftliche Nutzung des Areals sowie die Einrichtung einer Altersresidenz für Künstlerinnen und Künstler.
Elisabeth Kaiser betonte abschließend die Großartigkeit des Engagements der Menschen vor Ort und lobte den eingeschlagenen Weg. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Schmölln als neuer Kommune biete gute Voraussetzungen, um Denkmalschutz und zukünftige Entwicklung miteinander zu verbinden.







