Jugendbefragung liefert wichtige Impulse für die Kinder- und Jugendarbeit in Schmölln

Bild Befragung - Hände mit Stft und drei bunten Smileys zum Abstimmen

Knapp 500 Schülerinnen und Schüler brachten ihre Wünsche, Ideen und Einschätzungen ein.

Wie verbringen Jugendliche ihre Freizeit? Welche Angebote nutzen sie? Was wünschen sie sich für ihre Stadt? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die erste Schmöllner Jugendbefragung, die vom 13. Februar bis Ende März 2026 durchgeführt wurde. Ziel der Befragung war es, die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse junger Menschen besser kennenzulernen und daraus konkrete Ansätze für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit in Schmölln abzuleiten.

Insgesamt beteiligten sich 469 Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7 an der Umfrage. Die Fragebögen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Roman-Herzog-Gymnasium Schmölln, der Staatlichen Regelschule „Am Eichberg“ Schmölln, der Staatlichen Regelschule Nöbdenitz, der Staatlichen Regelschule Dobitschen sowie dem Staatlichen Regionalen Förderzentrum Schmölln in Umlauf gebracht.

Die Ergebnisse zeichnen ein vielfältiges Bild der Lebenswelt junger Menschen in Schmölln. Besonders häufig verbringen die Jugendlichen ihre Freizeit mit Freunden und der Familie, sind in der Natur unterwegs, besuchen Veranstaltungen oder gehen kreativen Beschäftigungen nach. Gleichzeitig zeigt die Befragung, dass zahlreiche bestehende Angebote – etwa Workshops, Angebote von Vereinen oder Beteiligungsformate – bislang nur selten genutzt werden.

Ein zentrales Ergebnis der Befragung ist, dass viele Jugendliche sich Angebote wünschen, die es in Schmölln bereits gibt. Dies deutet darauf hin, dass weniger neue Angebote fehlen, sondern vielmehr eine bessere Information und Kommunikation über bestehende Möglichkeiten erforderlich ist. Gleichzeitig wurden Wünsche nach Freizeitangeboten wie Kino, Shopping oder kulturellen Veranstaltungen geäußert, die sich teilweise an den Möglichkeiten größerer Städte orientieren.

Auch beim Thema Engagement zeigt sich Potenzial: Die Mehrheit der Befragten sieht sich derzeit eher in der Rolle der Teilnehmenden als der Organisierenden. Die Stadt geht jedoch davon aus, dass fehlende Informationen über Beteiligungsmöglichkeiten und unklare Zugangswege hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Die Auswertung macht außerdem deutlich, dass sich Jugendliche aus der Kernstadt und den Ortsteilen in ihren Einschätzungen kaum unterscheiden. Auch beim Thema Mobilität zeigt sich insgesamt eine hohe Zufriedenheit mit den vorhandenen Möglichkeiten.

Bürgermeister Sven Schrade sieht in der Befragung eine wichtige Grundlage für die zukünftige Arbeit: „Die Ergebnisse geben uns einen wertvollen Einblick in die Lebenswelt unserer Jugendlichen. Besonders deutlich wird, dass wir vorhandene Angebote besser sichtbar machen und junge Menschen noch gezielter ansprechen müssen. Gleichzeitig möchten wir neue Möglichkeiten schaffen, damit sich Jugendliche aktiv einbringen und ihre Ideen für Schmölln einfließen lassen können.“

Aus den Ergebnissen leitet die Stadt bereits erste Überlegungen ab. Geplant sind unter anderem neue Beteiligungsformate wie ein regelmäßiger Jugenddialog sowie eine stärkere und zielgruppengerechte Kommunikation über bestehende Angebote. Ziel ist es, Jugendliche künftig noch stärker in die Gestaltung ihrer Stadt einzubeziehen und die Kinder- und Jugendarbeit bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.