Radverkehr in Schmölln weiter voran bringen

Schild Fahrradweg

AG Fahrradfreundliche Stadt Schmölln (AGFS) berät über neue Projekte und die Fortschreibung des Radverkehrskonzepts

Wie kann der Radverkehr in Schmölln weiter verbessert werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Stadt Schmölln (AGFS) bei ihrer Arbeitsberatung am 20. Oktober 2026 im Schmöllner Rathaus. Im Mittelpunkt standen der Stand geplanter Radwege, mögliche Fördermaßnahmen für 2027 und die Weiterentwicklung des Radverkehrskonzepts.

In der AGFS arbeiten Vertreter der Stadtverwaltung – darunter der Bürgermeister, die Leitungen von Ordnungs- und Bauamt, die Verkehrsbehörde und die Pressestelle – gemeinsam mit Mitgliedern des Stadtrates beziehungsweise der Stadtratsfraktionen sowie interessierten und fachkundigen Bürgern. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven einzubringen und gemeinsam Lösungen für einen fahrradfreundlicheren Alltag in Schmölln zu entwickeln.

Ein wichtiges Thema war die Umsetzung der geplanten Radwegeverbindungen. Für die Strecke zwischen Bohra und Altkirchen wird derzeit eine Vorzugsvariante weiterverfolgt. Die Baudurchführung ist nach aktuellem Stand für 2028 vorgesehen. Auch die Verbindung zwischen Schmölln und Nitzschka bleibt im Blick. Hier hängt die weitere Entwicklung unter anderem mit einem geplanten Brückenbauwerk zusammen. Für die Verbindung zwischen Schmölln und der Thomas-Müntzer-Siedlung wurde zudem die Ertüchtigung eines bestehenden Radwegs thematisiert.

Darüber hinaus befasste sich die Arbeitsgemeinschaft mit möglichen Maßnahmen, die für eine Förderung im Jahr 2027 angemeldet werden sollen. Dazu zählen Überlegungen zur Einrichtung einer Fahrradstraße sowie Fahrradabstellmöglichkeiten am P&R-Platz in Nöbdenitz.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Fortschreibung des Schmöllner Radverkehrskonzepts. Dabei sollen insbesondere auch die neu hinzugekommenen Ortsteile stärker berücksichtigt und der tatsächliche Bedarf an Radverkehrsverbindungen ermittelt werden. Als mögliche Vorhaben wurden unter anderem eine Radwegeverbindung von Großstöbnitz nach Saara sowie die Weiterführung des Radwegs zwischen Lohma und Nöbdenitz angesprochen. Für die weitere Prüfung sollen auch Gespräche mit dem Landkreis geführt werden.

Neben den konkreten Projekten ging es um die Vernetzung und Interessenvertretung. Schmölln ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen e. V. (AGFK Thüringen) und dort als Beisitzer vertreten. Der Verein unterstützt die Kommunen insbesondere dabei, die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern und ihre Interessen gegenüber dem Land zu vertreten. Die AGFS möchte ihre Zusammenarbeit mit dem Verein weiter stärken und bis zur nächsten Sitzung Freiwillige für die Sprecherfunktion benennen.

„Die Förderung des Radverkehrs ist ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung. Schmölln bietet durch seine Lage im Sprottetal gute Voraussetzungen, um das Fahrrad sowohl im Alltag als auch in der Freizeit stärker zu nutzen. Mit der Weiterentwicklung des Radverkehrskonzepts und der Prüfung konkreter Maßnahmen soll die fahrradfreundliche Gestaltung der Stadt und ihrer Ortsteile weiter vorangebracht werden“, so Bürgermeister Sven Schrade.

Über die AGFK-TH: Auf zwei Rädern durch Thüringens Kommunen

Die AGFK-TH trägt zu einer besseren Vernetzung von Thüringer Kommunen bei, die sich beim Thema Radverkehrsförderung im Alltag und in der Freizeit engagieren wollen. Radverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität. Deshalb soll die Förderung des Radverkehrs Bestandteil kommunaler Verkehrspolitik sein.

Die Mitglieder der AGFK-TH haben sich das Ziel gesetzt, fahrradfreundliche Kommunen zu werden. Indem sie von den Erfahrungen anderer Kommunen lernen und ihre Kräfte im Rahmen einer engeren Zusammenarbeit bündeln, wollen sie die bessere Lebensqualität in ihren Kommunen fördern.

Die AGFK-TH wurde am 25. November 2013 im Rahmen der 7. Fahrradkommunalkonferenz in Erfurt offiziell gegründet. Zu den Mitgliedern gehören derzeit die Städte Erfurt, Weimar, Jena, Gera, Arnstadt, Nordhausen, Mühlhausen, Ilmenau, Schmölln sowie die Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Kyffhäuser- und Ilm-Kreis.